Ungefährlich sind Investments in Soziale Netzwerke nicht - schon allein wegen Bedenken von Datenschützern, da Nutzer viel Privates auf solchen Plattformen preisgeben. Immer wieder wird Facebook daher auch von Politikern attackiert. Neue Gesetze könnten das Geschäftsmodell gefährden. Neben dieser Bedrohung von außen darf Facebook die Innenansicht nicht vernachlässigen: Wenn die Mehrheit der Nutzer mit den Börsenplänen nicht einverstanden ist, könnte das weltgrößte soziale Netzwerk ein Problem bekommen. Mit einem Massenexodus seiner Nutzer wäre Facebook schnell genauso tot, wie es zuvor in der Gunst der User und Investoren nach oben geschossen war.
Zudem steht und fällt der Wert Facebooks mit seinen Nutzern, die eine interessante Zielgruppe für Werbetreibende sind. Für viele User ist die Plattform mittlerweile das Tor zum Netz. Massenhaft werden Inhalte miteinander geteilt, was unter anderem auch
Googles Macht im Internet schmälert.
Wie schmal der Grat ist, zeigt Facebooks neuester Vorstoß: Das soziale Netzwerk will seine Nutzer künftig zu Werbebotschafter wider Willen machen. Wenn sie die Namen bestimmter Marken in ihren Einträgen erwähnen, können Werbetreibende diese hervorheben und dafür Geld an Facebook zahlen. Das Einverständnis der Nutzer setzt Facebook stillschweigend voraus.