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Dabei zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Mit dem Cloud-Computing lassen sich IT-Prozesse vereinfachen und zugleich beschleunigen. Das Unternehmen kann flexibler agieren und damit Kosten sparen. Im besten Fall bis zu 50 Prozent, rechnet Markus Eilers, Chef der IT-Beratung Runtime vor. Die Gründe: Anwendungen, Betriebssysteme und Plattformen laufen auf fremden Servern. Das spart eigene teure Rechenzentren und damit auch IT-Mitarbeiter ein. Echte Cloud-Dienste stehen punktgenau nach Bedarf bereit und werden nach Gebrauch abgerechnet - das Schlagwort heißt On-Demand. Zudem drängen immer mehr Geschäftsprozesse auf mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablett-PC. Die aber funktionieren wegen ihrer geringen Speicherkapazitäten nur mit der Cloud.
Privatnutzer von Facebook, Google Docs oder Mail-Services wissen das, bewegen sich bereits wie selbstverständlich in der Wolke und legen dort etwa Fotos oder Dokumente ab. Anders bei Konzernen. Sie zögern, wesentliche Teile der IT und damit oft das Herzstück ihres Geschäftsmodells aus der Hand zu geben. Mit der Deutschen Telekom und Siemens gibt es zwar Vorreiter, die zudem selbst Cloud-Dienste anbieten. Beide Konzerne nutzen die Cloud-Plattform von Microsoft. Doch die meisten Unternehmen nutzen die Datenwolke bislang allenfalls in Einzelfällen.
Die IT-Sicherheit gilt dabei als eines der größten Hindernisse. Zwar argumentieren Cloud-Experten, die Sicherheitskonzepte in der Wolke seien teilweise sogar ausgereifter als in manchen Unternehmen - etwa im Mittelstand. "In der Cloud kommen mehrstufige Sicherheitsverfahren zum Einsatz, die höchste Standards garantieren", sagt Frank Strecker, der bei IBM Deutschland das Cloud-Computing verantwortet. Auch die Verfügbarkeit der Cloud-Dienste liegt Experten zufolge über der Verlässlichkeit von Diensten aus Rechenzentren.