Die Umsätze zogen im vergangenen Jahr um 3,4 % auf 9,6 Mrd. Euro an. Damit festigte sich der allmähliche Aufwärtstrend der Branche. 2006 hatte sie ein Plus von einem Prozent erreicht. In den beiden Jahren davor hatten die Erlöse praktisch stagniert. Zu Beginn des Jahrzehnts hatten die Konjunkturflaute und die daraus resultierende Kaufzurückhaltung der Kunden sogar sinkende Umsätze verursacht.
Das letzte Jahr mit nennenswerten Zuwächsen war daher das Jahr 2000 gewesen, das auch den bisherigen Rekordumsatz markierte. 2007 übertraf der Buchhandel nun erstmals diesen Wert, obwohl es immer weniger Kunden gibt - die aber im Schnitt tiefer in die Tasche greifen. Nach Zahlen der Marktforschungsgruppe GfK kauften im vergangenen Jahr 35,3 Millionen Deutsche Bücher - eine halbe Million weniger als im Vorjahr und sechs Millionen weniger als vor zehn Jahren. Jeder Einzelne gab im Mittel 108,50 Euro aus, nach 104 Euro 2006. Der Durchschnittspreis pro Buch stieg um zwei Prozent auf 9,98 Euro. Jeder zweite Euro wird im Sortimentshandel ausgegeben. Das Internet holt aber stark auf, der Umsatz über diesen Vertriebskanal stieg 2007 um ein Fünftel - damit wird fast jedes zehnte Buch online verkauft.
Die Aufwärtstendenz der Branche setzt sich im laufenden Jahr bisher fort: In den ersten fünf Monaten zogen die Umsätze noch einmal um zwei Prozent gegenüber der Vorjahresperiode an. Steigende Inflation und Anzeichen für ein Nachlassen des Wirtschaftswachstums könnten die Deutschen jedoch wieder zu mehr Zurückhaltung veranlassen, meint der Börsenverein. "Es wäre ein großer Erfolg für die Branche, wenn wir 2008 im Plus bleiben", sagte Vorsteher Gottfried Honnefelder in Frankfurt.