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Merken   Drucken   09.08.2012, 19:45 Schriftgröße: AAA

Datenschutz: Google zahlt 22,5 Mio. Dollar an Apple

Der Suchmaschinen-Riese Google hinterließ heimlich Cookies in Apples Internetbrowser Safari. Um der US-Handelsbehörde FTC aus dem Weg zu gehen, hat Google 22,5 Mio. Dollar an Apple gezahlt – die höchste Strafe, die je einem Unternehmen aufgebrummt wurde.
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Google  hat die Datenschutz-Einstellungen in Apples  Browser Safari heimlich umgangen. Das kommt den Internet-Riesen teuer zu stehen: 22,5 Mio. Dollar zahlt der Suchmaschienen-Konzern an Apple, um den Fall zu den Akten legen zu können. Auf den Betrag einigte sich Google mit der zuständigen US-Handelsbehörde FTC. Die beiden waren bereits im letzten Jahr aneinandergeraten.

Es sei die höchste Strafe, die einem Unternehmen jemals aufgebrummt worden sei, weil es sich den Anordnungen der FTC widersetzt habe, teilte die Behörde am Donnerstag mit. "Egal wie groß oder wie klein - alle Unternehmen müssen die Anweisungen der FTC befolgen und ihre Datenschutz-Versprechen gegenüber den Verbrauchern halten", sagte Behördenchef Jon Leibowitz.

Bei einem Quartalsgewinn von zuletzt 2,8 Mrd. Dollar bräuchte Google allerdings nicht einmal einen Tag, um die Millionenbuße zu verdienen. Schwerer dürfte der Imageschaden wiegen. Das Unternehmen hatte bereits mit dem Mitschnitt von Daten aus unverschlüsselten WLan-Netzen durch seine Street-View-Kamerawagen für viel Aufsehen gesorgt.

Im vorliegenden Fall hatte Google einen Weg gefunden, bei Apples Safari-Browser für iPhone, iPad und Mac ohne Zustimmung der Nutzer sogenannte Cookies zu hinterlassen. Das sind kleine Dateien, mit denen sich das Verhalten im Netz teilweise nachverfolgen lässt. Das "Wall Street Journal" hatte die inzwischen gestoppte Praxis zu Jahresbeginn einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Google hatte schon damals betont, es seien keine persönlichen Informationen erfasst worden. Nun erklärte der Konzern, die höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards anzulegen.

Der Fall hat mit der Funktionsweise von Safari zu tun: Der Apple-Browser lässt - anders als etwa Firefox, Chrome oder Internet Explorer - standardmäßig keine Cookies von Drittanbietern wie Online-Werbefirmen zu. Ein Nutzer muss sie erst aktiv freischalten, was jedoch die wenigsten tun. Der Internetkonzern Google habe entgegen anderslautender Versprechen über mehrere Monate in den Jahren 2011 und 2012 Werbe-Cookies genutzt, teilte die FTC mit.

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  • dpa, 09.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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