Verknüpfung von Medien und GeschäftsprozessenDeshalb stellte die Unternehmensberatung McKinsey in einer aktuellen Studie unter dem Titel "Six ways to make Web 2.0 work" einen Sechs-Punkte-Plan auf, der Unternehmen dabei helfen soll, die neuen Medien in ihre Prozesse mit einzubinden. Der Plan empfiehlt beispielsweise, dass die jungen Arbeitnehmer bei der Einführung neuer Technologien mitwirken sollen. Gleichzeitig sollte unbedingt kontrolliert werden, welchen Nutzen einzelne Anwendungen tatsächlich bringen.
Doch nicht nur die Einführung der Technik macht Probleme, auch die Archivierung ist eine Herausforderung. Seit Januar 2007 müssen alle Dokumente, die einen Geschäftsvorgang betreffen und grundsätzlich ausgedruckt werden können, archiviert werden.
"In einigen Firmen beschränkt man sich darauf, Gespräche aus dem Instant Messenger einfach per Copy and paste in ein Worddokument zu schieben. Das wird dann gespeichert", sagt Felix Wittern, Partner bei der Hamburger Kanzlei Field Fisher Waterhouse. Das Problem: Vor Gericht hätte so ein Dokument keine Beweiskraft. Deshalb warnt Wittern davor, die Archivierung auf die leichte Schulter zu nehmen.
Ein weiteres Problem: Der Nutzer des Messengers muss selber entscheiden, ob das per Tastatur geführte Gespräch dokumentationswürdig ist oder nicht. "Die Arbeitnehmer werden da ein wenig alleingelassen", sagt Wittern.