Das mobile Onlinekofferradio "Evoke Flow" empfängt eigentlich per W-Lan, saugt im Notfall aber auch UKW und das Digitalradio DAB aus dem Äther
Es sind die Sendeanstalten, die sich ans Digitalradio klammern. Ihr Problem: Die analogen UKW-Frequenzen sind alle vergeben, es fehlt Platz für Wachstum. Setzt sich das Internetradio weiter durch, müssen auch regionale Sender mit Tausenden Anbietern aus aller Welt konkurrieren.
DAB plus böte Expansionsmöglichkeiten. Und hohe Zugangshürden zum Markt - genau das, was die Radiobranche will. Einzig die Hörer fehlen. "Wir haben etwa fünf Jahre Zeit. Wenn es uns dann nicht gelingt, können wir das Digitalradio endgültig begraben", sagt Dietmar Boettcher, Kommunikationschef des öffentlich-rechtlichen Deutschlandradios. Der Sender stellt drei der 14 Programme, die ab heute mit DAB plus bundesweit zu empfangen sind. Dazu gehören auch das katholische Radio Horeb oder die Fußballwelle 90elf.