Die Anleger verlieren das Vertrauen in Armstrong
Die AOL-Aktie fiel bis zum US-Handelsschluss um 25,75 Prozent auf 11,19 Dollar. Im Handelsverlauf streifte sie sogar einen Tiefpunkt bei 10,37 Dollar. Dabei waren die zuvor vorgelegten Ergebnisse des zweiten Quartals nicht gerader berauschend, ließen auf den ersten Blick aber auch nicht vermuten, dass der Kurs in kurzer Zeit abstürzen würde. So war der Verlust mit 11,8 Mio. Dollar um ein Vielfaches geringer als das Loch von 1,05 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor.
Der Umsatz sank zwar um acht Prozent auf 542,2 Mio. Dollar. Dabei gelang es aber, die Werbeerlöse um fünf Prozent auf 319 Mio. Dollar zu steigern - der erste Zuwachs seit längerer Zeit. Im Geschäft mit Internetzugängen gab es dagegen ein saftiges Minus von 23 Prozent auf 201,3 Mio. Dollar.
Vertrieb neu aufgestellt
AOL stellte im Juli seinen Vertrieb neu auf, um sich gegen Konkurrenten wie
Google , Facebook und Twitter besser behaupten zu können. Zuletzt machte AOL vor allem mit Käufen außerhalb des klassischen Internetgeschäfts von sich reden. Der Konzern übernahm die angesehene US-Onlinezeitung "The Huffington Post" und kaufte das lokale Nachrichtenportal "Patch".