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20.02.2012, 12:29
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Ersatz für "News of the World":
Murdochs "Sun" erscheint jetzt auch sonntags
Die berüchtigte "News of the World" stellte er ein - zu groß war der Schaden der Spitzelaffäre für das Blatt. Nun bringt Rupert Murdoch mit "The Sun on Sunday" eine neue Sonntagszeitung heraus. Doch auch der "Sun" droht Ärger.
von Annette Berger
Rupert Murdoch bringt knapp acht Monate nach dem Ende des Skandalblatts "News of the World" von diesem Wochenende an eine neue Sonntagszeitung auf den britischen Markt. Wie erwartet soll der Titel "The Sun on Sunday" lauten. Das teilte der britische Arm des Murdoch-Konzerns, News International, am späten Sonntagabend mit.
Die letzte Ausgabe der "News of the World" im Juli 2011. Die Lücke muss gefüllt werden
Murdoch werde das Erscheinen des neuen Blattes von London aus persönlich begleiten, hieß es in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Der wegen eines Abhörskandals umstrittene Unternehmer hatte Ende vergangener Woche angekündigt, dass es "sehr bald" eine neue Sonntagszeitung geben werde.
"News of the World" war nach einem seit Jahren laufenden Skandal um illegale Recherchemethoden und abgehörte Telefone im Juli 2011 eingestellt worden. Schon damals wurde spekuliert, Murdoch könnte sein Erfolgsblatt "The Sun" - Großbritanniens größte Zeitung - auf den Sonntag ausdehnen.
Kursinformationen und Charts
Der Abhörskandal schlägt seit Monaten in Großbritannien hohe Wellen: Im vergangenen Sommer war bekannt geworden, dass Reporter der "News of the World" über Jahre illegal Telefon-Mailboxen von britischen Prominenten, Politikern und sogar einem minderjährigen Mordopfer angezapft hatten. Rupert und sein Sohn James Murdoch mussten vor dem britischen Parlament aussagen. Sie hätten nichts von den Vorgängen gewusst, lautete ihre Entschuldigung.
Schlecht fürs Image und teuer
In der internen Mitteilung schrieb News-International-Vorstand Tom Mockridge am Montag, man werde Fehler aus der Vergangenheit in Ordnung bringen und die Arbeitsweise "fundamental ändern". "Dies ist unsere Chance", hieß es.
Das Unternehmen belastet derzeit nicht nur sein schlechtes Image. Die Affäre zehrt auch wegen juristischer Folgekosten an den Finanzen des Unternehmens.
Anhörung im Parlament
Attacke auf Murdoch
So hatte
News Corp. Mitte Februar mit den Zahlen des zweiten Quartals zwar die Erwartungen der Analysten übertroffen, gleichzeitig aber davor gewarnt, die Kosten für den Telefonabhörskandal blieben eine unvorhersehbare Größe und könnten künftige Gewinnzahlen beeinträchtigen. Die Ausgaben in Zusammenhang mit den Ermittlungen in Großbritannien seien "erheblich höher", als das Unternehmen zunächst erwartet hatte, hieß es vom Management.
Teil 2: Gut Wetter machen bei den Redakteuren
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FTD.de, 20.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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