20. Februar 2000: Andrew Gowers gibt die Titelseite der Erstausgabe der FTD zum Druck frei
Als Grund für die Trennung nannte die Verlagsgruppe Pearson, zu der die FT gehört, am Donnerstag in London "strategische Differenzen" mit Gowers. Als Nachfolger wurde Lionel Barber berufen. Der 50-Jährige war unter anderem Chefredakteur der europäischen Ausgabe der FT. Zuletzt arbeitete er bei der Financial Times in den USA als Chef vom Dienst.
Gowers war seit 1983 bei der Wirtschaftszeitung. Im Jahr 2001 wurde er Chefredakteur, nachdem er die deutsche Ausgabe auf den Markt gebracht hatte. Doch während die FTD stetig Zuwachsraten erzielte, ging es mit den internationalen Ausgaben bergab. Nach Angaben von Pearson sank die weltweite Auflage von knapp 480.000 im Dezember 2001 auf rund 425.000 im Juni dieses Jahres.
Hinzu kamen finanzielle Verluste durch den einbrechenden Anzeigenmarkt. In diesem Jahr werde die FT-Gruppe aber wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen, hatte Pearson kürzlich mitgeteilt.
Gowers schuf mit der FTD ein Erfolgsmodell
Die von Gowers im Februar 2000 ins Leben gerufene Financial Times Deutschland erwies sich trotz der Medienkrise als Erfolgsmodell. Anfang dieses Jahres wurde erstmals die Auflagenschwelle von 100.000 verkauften Exemplaren durchbrochen. Die FTD ist ein Joint Venture zwischen Pearson und dem Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr.
FTD-Geschäftsführer Christoph Rüth sagte in Hamburg: "Die Beziehungen zu unseren beiden Gesellschaftern sind auf allen Ebenen so hervorragend, dass sich für die FTD nichts ändern wird. Andrew Gowers hat für die Financial Times Deutschland eine großartige Aufbauarbeit geleistet."