Finanzspritze von Murdoch:Premiere freut sich über 412 Millionen Euro
Fast geschlossen stimmten die Anteilseigner für die Kapitalerhöhung. Großaktionär Rupert Murdoch will alle nicht anderweitig verkauften neuen Aktien zeichnen - sein Anteil von knapp 30 Prozent könnte damit deutlich steigen.
Die Aktionäre des tief in den roten Zahlen steckenden Pay-TV-Senders Premiere haben beinahe geschlossen für die überlebensnotwendige Finanzspritze gestimmt. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung nickten am Donnerstagabend Premiere zufolge 99,6 Prozent des anwesenden Kapitals eine Erhöhung von 412 Mio. Euro ab.
Im Vorfeld hatte Großaktionär Rupert Murdoch zugesichert, alle nicht anderweitig verkauften neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung zu zeichnen.
"Die Zustimmung gibt uns die Chance, aus Premiere ein erfolgreiches Unternehmen zu machen", sagte Firmenchef Mark Williams. Das Geld solle in neue Programme und eine Marketing-Offensive fließen. Auf dieser Basis will der Sender 2011 schwarze Zahlen schreiben.
Medienmogul Murdoch kontrolliert mit seinem Konzern News Corp. 29 Prozent an Premiere. Abhängig vom Anklang der für das zweite Quartal geplanten Kapitalerhöhung könnte sein Anteil bald deutlich steigen.
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