Auch das Thema "Enterprice Resource Planning" ("ERP") steht im Fokus der Medien, schaffte es mit 219 Nennungen auf Platz zwei der FTD-Wirtschaftsliga. "ERP"-Softwarelösungen sollen für mehr Effizienz in Unternehmen sorgen und einen besseren Kundenservice ermöglichen. Das Konzept einer Service-Orientierten Architektur (SOA) hat einen Wettbewerb zwischen "ERP"-Anbietern ausgelöst, der sich in der Berichterstattung widerspiegelt.
Zwei Lager haben sich herausgebildet
Unternehmenssoftware soll laut der SAO-Idee in kleine Einheiten zerlegt werden. Ziel ist es, die Bausteine sehr flexibel und ohne Programmierungsaufwand zu Anwendungen zusammen zu setzten, um Geschäftsprozesse schneller auf künftige Anforderungen anpassen zu können. Firmen wie
SAP, Oracle und
Microsoft wollen künftig neben Business-Anwendungen ihren Kunden auch Infrastruktursoftware als Trägerplattform anbieten. Dem steht der Ansatz von "ERP"-Unternehmen wie SSA, IFS, Intentia oder SoftM entgegen, deren Kerngeschäft Geschäftsanwendungen sind.
Zum Absteiger des Monats avancierte dagegen der Begriff "Turnaround", der vom ersten auf den dritten Rang der Wirtschaftsliga fiel. Insbesondere das Joint Venture der Netzwerksparten von
Nokia und
Siemens brachte die "Wende hin zum Guten" in die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld hatte sich zu der Kooperation entschlossen, um endlich den "Turnaround" der verlustreichen Com-Sparte herbei zu führen.
"Spam" klettert auf den zehnten Platz
Neu unter den Top Ten ist "Spam". Der Begriff für Werbemüll per E-Mail verbesserte sich um einen auf den zehnten Platz des Rankings. Laut einer Studie der IT-Sicherheitsfirma Iron Port vervielfachte sich die Zahl der Image-basierten Spam-Mails - also Nachrichten, bei denen die Werbebotschaft fast ausschließlich über Bilddateien vermittelt wird, um nicht als Spam erkannt zu werden.
Lag der Anteil der Bilder am weltweiten Spam-Aufkommen im Juni des vergangenen Jahres noch unter einem Prozent, ist dieser Anteil nun auf mehr als zwölf Prozent angewachsen. Das bedeutet, dass täglich fünf Milliarden derartiger Nachrichten versendet werden. Mit jeder Spam-Attacke verändern sich die Bilder zudem ganz minimal, um herkömmliche Filter für unerwünschte Mails auszuhebeln.
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