Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte G+J-Sprecher Stefan Michalk am Freitag in Hamburg. Der Hamburger Verlag wolle sich in Osteuropa ausschließlich auf das Zeitschriftengeschäft fokussieren, hieß es weiter. In Polen sieht sich der Verlag als Marktführer im Segment der Frauenzeitschriften. In Russland hatte G+J nach dem Wissensmagazin "Geo" und der Leute-Illustrierten "Gala" das Jugendmagazin "GEOLenok" herausgebracht.
Ringier übernimmt in Tschechien den G+J-Minderheitsanteil an der Ringier CZ (Blesk, ABC). In der Slowakei gehört die Tageszeitung "Novy Cas" künftig mehrheitlich zu Ringier. Die gemeinsame Beteiligung beider Verlage an Euroskop (Zivot, Euro Televiza, Tvoja Rodina) geht vollständig in die Hände von Ringier.
In Rumänien gibt der Hamburger Verlag den Expres-Verlag mit "Evenimentul Zilei" ab und trennt sich in Serbien von seiner Mehrheitsbeteiligung am Blic- Verlag. "Wir sind überzeugt, mit Ringier einen Garanten für den weiteren verlegerischen und wirtschaftlichen Erfolg der Titel und Verlage gefunden zu haben", sagte Achim Twardy, Vorstand Zeitungen/Wirtschaftspresse bei G+J. Die Bertelsmann-Verlagstochter G+J ist Miteigentümerin der FTD.