Bei "Barron's" heißt es: "Eine Preissteigerung beim Börsengang hätte weniger mit der Geschäftsstrategie des Unternehmens zu tun, als vielmehr mit der Strategie von Groupon, möglichst viel Geld aus dem IPO herauszuholen." Weiter schreibt das Magazin: "Eine Marktwert von 10 Mrd. Dollar ist sehr viel für ein Unternehmen, dass keinen Gewinn macht und ein nicht erprobtes Geschäftsmodell hat. Dieses IPO sollte man vermeiden."
Groupon verfügte Ende September über Kapital in Höhe von 243,9 Mio. Dollar und Schulden bei Händlern in Höhe von 465,6 Mio. Dollar. "Sie könnten ein Cashflow-Problem haben und brauchen deshalb das Geld. Irgendwann werden sie ihr Geschäftsmodell ändern müssen", sagt Ed Ketz von der Pennsylvania State University der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Noch weiter geht Sam Hamadeh vom Finanzdaten-Dienstleister Privco. Er sagte Bloomberg, dass das Unternehmen die 1,11 Mrd. Dollar, die es von Venture-Capital-Investoren eingesammelt hat, nicht für Investitionen in Wachstum genutzt hätte. Vielmehr sei das Geld in Aktienanlagen gegangen. Das könnte zu einem Kapitalengpass führen: "Sie können jetzt nicht mehr zurück."
Groupon selbst bestreitet Kapitalbedarf. Das Geld aus dem Börsengang werde für mindestens ein Jahr nicht benötigt, teilte das Unternehmen mit.