Das Gebäude der Berliner Zeitung
Von dem Zusammenschluss betroffen sind die Lesermärkte für Abonnement-Tageszeitungen, Straßenverkaufszeitungen und Stadtmagazine sowie der Anzeigenmarkt für Zeitungen im Raum Berlin.
Der Kaufvertrag mit Veronis Suhler Stevenson International und Mecom war Ende Oktober unterzeichnet worden. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut Presseberichten wurden mindestens 150 bis 160 Mio. Euro gezahlt. Im Berliner Verlag erscheint unter anderem die "Berliner Zeitung".
Haupsitz einer neuen Mediengruppe
Nach den Vorstellungen des Konsortiums soll der Berliner Verlag zum Hauptsitz einer neuen Mediengruppe werden, die in Deutschland und Europa durch den Kauf weiterer Regionalzeitungen wachsen soll. Die Beispiele in Großbritannien und den USA hätten gezeigt, dass sich auch bei regional weit voneinander entfernten Zeitungen Synergien heben ließen, hatte es beim Vertragsschluss geheißen.
Vorerst aber will sich das Konsortium auf die Entwicklung des Berliner Verlages konzentrieren. "Wir werden eine bedeutende Summe Geld investieren", hatte Mecom-Manager David Montgomery gesagt, etwa für die Modernisierung der Computersysteme in der Redaktion und der Druckerei sowie für den Ausbau des Anzeigenvertriebs. Am Charakter der Zeitungen werde sich nichts ändern, die Investoren wollten die Kultur der Blätter erhalten und weiter entwickeln. VSS und Mecom verstünden sich als Medienspezialisten, "die auch nicht wesentlich anders agieren als deutsche Verlage." Zahlen zu der Höhe der Investitionen und den Renditevorstellungen des Konsortiums wollte Montgomery allerdings nicht preisgeben.