Kooperation mit Yahoo:Microsoft treibt Aktien mit Spekulationen
Ein Satz genügte: Mit Blick auf eine Zusammenarbeit sprach Microsoft-Chef Ballmer vage von "Möglichkeiten bei Suchmaschinen" - und trieb damit nicht nur die eigenen, sondern auch die Papiere des US-Internetkonzerns Yahoo kräftig in die Höhe.
Mit seiner Äußerung befeuert Microsoft-Chef Steve Ballmer die Gerüchteküche um einen Einstieg bei Yahoo erneut. "Wir führen keine Gespräche mit ihnen", sagte er am Donnerstag (Ortszeit) in Orlando. Es gebe aber weiter Möglichkeiten bei Suchmaschinen. "Ich denke, es würde weiter wirtschaftlichen Sinn für ihre Aktionäre und unsere machen", sagte Ballmer. An einer Übernahme bestehe aber kein Interesse, fügte ein Microsoft-Sprecher hinzu. Yahoo wollte am Donnerstag keine Stellungnahme abgeben.
Die Technologiebörse Nasdaq war nach ersten Berichten über eine Partnerschaft der Unternehmen ins Plus gedreht. Aktien von Yahoo schlossen 10,6 Prozent im Plus. Auch die Papiere von Microsoft notierten 6,8 Prozent fester.
Microsoft hat seit Jahren mit Problemen zu kämpfen: Der Rivale Google ist erfolgreich bei der Websuche und wildert neuerdings auch im Browser-Bereich. Zudem konnte das aktuelle Betriebssystem "Vista" die Erwartungen nicht erfüllen. Um im ertragreichen Geschäft für Internetwerbung Fuß zu fassen, hatte Microsoft Übernahmeverhandlungen mit Yahoo gestartet, sie im Juli jedoch ergebnislos beendet.
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