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10.10.2011, 22:28
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Machtwechsel in Gütersloh:
Bertelsmann-Chef Ostrowski geht auf eigenen Wunsch
Mit nur 53 Jahren wechselt Hartmut Ostrowski in den Aufsichtsrat - aus persönlichen Gründen. Sein Nachfolger Thomas Rabe spielte als Finanzvorstand bei der Sanierung des größten Medienkonzerns Europas bereits eine wichtige Rolle.
von Bernhard Hübner, Hamburg
Europas größter Medienkonzern wechselt seinen Chef aus: Der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski räumt nach Angaben des Unternehmens auf eigenen Wunsch seinen Posten und rückt in den Aufsichtsrat. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzvorstand Thomas Rabe. "Wir sind sicher, dass wir mit ihm einen Unternehmer an der Spitze haben, der weitere Impulse für die Wachstumsstrategie und die Weiterentwicklung von Bertelsmann setzen wird", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Gunter Thielen.
Hartmut Ostrowski (l.) und Thomas Rabe
Mit der überraschenden Ablösung Ostrowskis nach nur einer Amtszeit und der Benennung Rabes setzen die Eigentümer von Bertelsmann auf die Entwicklung neuer Geschäftsfelder etwa auf Märkten in Asien oder in der digitalen Welt. Dies hat der 46-jährige Rabe bereits als Finanzvorstand in der Investmentsparte seines Ressorts vorangetrieben.
Die Eigentümerfamilie Mohn hofft offenbar, ihr Unternehmen so stärker auf Wachstumskurs bringen zu können. Im zukunftsträchtigen Internetgeschäft tritt Bertelsmann verglichen mit kleineren heimischen Konkurrenten wie
Axel Springer oder Burda bislang vergleichsweise defensiv auf.
Der Vorstandschef hat dafür seit 2006 das Kerngeschäft des Konzerns auf Effizienz getrimmt und diesen Sommer die traditionsreichen, aber wenig profitablen Buchclubs als eigene Konzernsparte aufgelöst. Nach dieser Sanierung kann das Gütersloher Unternehmen nun Milliarden in neue Geschäfte investieren.
"Bertelsmann steht vor einer interessanten und positiven Phase", so Aufsichtsratschef Thielen am Montag in seinem Brief an die mehr als 100.000 Mitarbeiter. Bertelsmann hatte unter Ostrowski vor wenigen Wochen sehr gute Halbjahreszahlen vorgelegt und konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 7 Mrd. auf 7,2 Mrd. Euro steigern. 2010 erzielte das Unternehmen 15,9 Mrd. Euro Umsatz und 1,9 Mrd. Euro operativen Gewinn. "Nie zuvor waren unsere Geschäfte so profitabel", hatte Ostrowski im März gesagt.
Teil 2: Ostrowski führte Unternehmen durch die Krise
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Aus der FTD vom 11.10.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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