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Merken   Drucken   24.11.2010, 18:33 Schriftgröße: AAA

Markenstrategien: Facebook lässt "Face" als Marke schützen

Das Onlinenetzwerk will seine Macht weiter zementieren. Auf dem amerikanischen Markt soll das englische Wort für Gesicht im Internet geschützt werden. Parallel geht der Konzern hart gegen alle vor, die das Wort "Book" in ihrem Namen verwenden.
Das Onlinenetzwerk Facebook hat das englische Wort "Face" (Gesicht) in den USA als Marke schützen lassen. Das US-Patentamt stellte am Dienstag dem kalifornischen Unternehmen eine vorläufige Bescheinigung ("Notice of Allowance") aus, dass der Antrag auf Markenschutz erteilt wird. Der Antrag von Facebook auf die Nutzung des Wortes "Face" wurde für Telekommunikationsdienstleitungen, Chaträume und andere computergestützte Mitteilungsformen bewilligt
Der Markenschutz von Alltagsbegriffen ist auch in den USA umstritten. So wurde immer wieder der Markenschutz von Microsoft  für das Wort "Windows" in Zweifel gezogen. Dennoch erteilt das U.S. Patent And Trademark Office häufig entsprechende Markenschutzbescheide. Unklar ist, ob Apple  von der Entscheidung des Patenamtes betroffen ist. Der iPhone-Hersteller hatte kürzlich einen Mobilchatdienst mit dem Namen "FaceTime" eingeführt.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg   Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
Facebook war in der Vergangenheit auch immer wieder gegen Unternehmen vorgegangen, die das Wort "Book" (Buch) auf ihren Websites nutzen. So hatte Facebook im August das Lehrernetzwerk Teachbook.com verklagt. Mit dem Hinweis auf den Markenschutz unterband das Unternehmen von Mark Zuckerberg  auch die Facebook-Parodie "Lamebook" (lame = lahm). Der Betreiber der Website lamebook.com wurde wegen der Verletzung des Markenrechts verklagt. Außerdem sperrte Facebook in seinem eigenen Netzwerk die Verwendung des Wortes "Lamebook" durch die Anwender.
Facebook-Technikchef Bret Taylor entschuldigte sich für diesen Eingriff später auf der Fachsite "Techcrunch", die über die Zensur des Wortes berichtet hatte: "Wir haben einen Fehler gemacht. Bei dem Vorgehen gegen eine normale Markenverletzung, bei der es um einige Links ging, die auf Facebook gepostet wurden, haben wir alle Erwähnungen des Wortes "Lamebook" gesperrt. Wir fördern die Meinungsfreiheit auf Facebook. Wir entschuldigen uns für den Fehler und arbeiten daran, dass das Verfahren, das zu dem Vorfall führte, optimiert wird."
  • dpa, 24.11.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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