"Für viele Werbekunden ist Twitter durchaus relevant, wenn es etwa um Unterhaltung, Prominente, Produkteinführungen und Nachrichten geht", sagte Read. "Aber es ist komplizierter als bei anderen Formen der Onlinewerbung. Die Wirkung lässt sich schwerer bewerten."
Bislang zahlen die Werbekunden von Twitter über sogenannte Promoted Accounts für jeden neuen Follower 1 bis 4 Dollar. Vereinzelt investieren Unternehmen mehr als 10 Dollar, zum Beispiel Automobilhersteller. Bei sogenannten Promoted Tweets richtet sich die Abrechnung nach der Zahl der Antworten oder Weiterleitungen.
Dieses komplizierte Geschäftsmodell lasse sich schwer in eine typische Online-Media-Planung integrieren, sagte Simon Mansell, der Chef von TBG Digital. Diese Agentur ist auf Werbung in sozialen Medien spezialisiert. "Für einen Werbekunden ist es wirklich nicht einfach, dort einzukaufen", so Mansell mit Blick auf den Kurznachrichtendienst.
Weil Twitter erst allmählich Werbung einführt, sprechen mehr Nutzer auf die Reklame an als bei anderen sozialen Medien. Auf einen "Sponsored Tweet" reagiert ein niedriger einstelliger Prozentsatz der Nutzer. Auf Werbung bei Facebook sind es nicht einmal ein Prozent der Nutzer.
Quelle: The Financial Times