Microsoft stellt heute einen neuen internetbasierten Softwaredienst vor. Nach Informationen der Financial Times wehrt sich der US-Konzern damit gegen Wettbewerber Google, der in Microsofts Kernmarkt eingedrungen ist: Software für kleine und mittelständische Unternehmen. von Richard Waters (San Francisco)
Mit dem neuen Dienst können kleine Unternehmen E-Mails und Dokumente online verwalten und bearbeiten und müssen dafür keine Software mehr kaufen, die auf eigenen Servern installiert wird. Zwei der wichtigsten servergestützten Microsoft-Produkte, Exchange und Sharepoint, werden künftig auch von dem neuen Dienst abgedeckt. Exchange ist ein E-Mail-Programm, mit Sharepoint können Dokumente zentral gespeichert und von mehreren Nutzern bearbeitet werden. Für die Nutzung des Internetdienstes berechnet Microsoft eine jährliche Pauschalgebühr pro Nutzer.
Mit dem Schritt reagiert Microsoft auf ein ähnliches Angebot von Google. Das Paket mit Onlinesoftware für Geschäftskunden kostet bei Google jährlich 50 $ pro Nutzer. Google-Manager sagten, selbst wenn die Unternehmen den neuen Google-Dienst nicht nutzten, könnten sie bei Microsoft besser auf niedrigere Preise dringen, weil eine Alternative auf dem Markt sei.
Der verantwortliche Microsoft-Manager Chris Capossela sieht keine Bedrohung durch die neue Konkurrenz im Billigsegment. Er nannte für den Onlineservice von Microsoft aber noch keinen Preis.
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