Obwohl vor allem im Silicon Valley wenige dauervernetzte Unternehmer, Auguren und Risikokapitalgeber sich ihr tägliches Sein - ob geschäftlich oder privat - ohne den konstanten Fluss an Facebook-Updates vorstellen können, ist eine goldene Zukunft keine Selbstverständlichkeit. Der Gang an den Kapitalmarkt ist der bislang größte Test, ob das kalifornische Netzwerk, das immer mehr Gegenwind der weltweiten Datenschützer bekommt, die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann.
Facebook verdient trotz steigender Werbeerlöse und den von Partnern wie dem Online-Spielehersteller
Zynga entrichteten Anteilen am Verkauf virtueller Güter noch immer wenig Geld mit den Nutzerdaten. Das soziale Netzwerk, dem Nutzer immer mehr und immer persönlichere Informationen anvertrauen, muss bei der Monetarisierung dieser Daten vorsichtig vorgehen. Vergangenes Jahr betrug der Umsatz pro Nutzer 5,1 Dollar. Zum Vergleich: Google verdiente im vergangenen Jahr 27,70 Dollar pro Nutzer.
Facebook hat sich für das Tickersymbol FB, aber noch nicht für eine Börse entschieden. Zwischen der New Yorker Technologiebörse Nasdaq und der rivalisierenden New York Stock Exchange (NYSE) ist ein heftiger Kampf um den Wachstumsmotor von der Westküste entstanden.
Morgan Stanley führt wie erwartet die Konsortialbanken an. Die restlichen Konsortialführer sind JP Morgan,
Goldman Sachs , Bank of America Merrill Lynch und Barclays Capital.