"Die großen der Branche sind weitgehend selbst für ihre Verluste von Marktanteilen verantwortlich und beklagen jetzt ihre Armut", sagte Osman Eralp, Berater der im Verband Impala zusammengeschlossenen unabhängigen Produzenten am Donnerstag in Brüssel.
Die Konzerne hätten zu schleppend die Preise gesenkt und nur schleppend ihre besten Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen frei im Internet angeboten. Impala zufolge kontrollieren schon jetzt nur fünf große Konzerne 80 Prozent des Weltmarktes. Durch die Schaffung von nur noch vier großen Firmen werde die Situation noch schlechter.
Die Kommission prüft derzeit ebenso wie die US-Wettbewerbsbehörden die Auswirkungen der geplanten Fusion der Musiksparten der Konzerne Sony und Bertelsmann. Zusammen würden Sony Music und die Bertelsmann Music Group (BMG) die zweitgrößte Plattenfirma der Welt mit Künstlern wie Shakira, Beyonce Knowles, Britney Spears und Outkast bilden.
Bis zum 22. Juli muss die Behörde entscheiden, ob sie den Zusammenschluss genehmigt oder verbietet.
In der von Umsatzrückgängen und Raubkopien belasteten Branche waren in den vergangenen Jahren mehrfach Fusionsvorhaben von den Wettbewerbsbehörden verhindert worden.