Nach enttäuschenden Geschäftszahlen geht einer der Top-Manager des Spieleanbieters Zynga. Der fürs Tagesgeschäft zuständige John Schappert habe das Unternehmen am Mittwoch verlassen, erklärte Zynga in einer Börsenmitteilung. Zynga betonte jedoch, Schappert gehe als "Freund des Unternehmens". Die Firma wünsche ihm alles Gute.
Zynga hatte die Anleger zuletzt mit so schlechten Quartalszahlen schockiert, dass die bereits arg gebeutelte Aktie auf einen Schlag um 40 Prozent einbrach. Der Spieleentwickler hatte im vergangenen Quartal fast 23 Mio. Dollar verloren und auch noch die Jahresprognose zusammengestrichen. Gründer und Chef Mark Pincus hat laut Medienberichten bereits vergangene Woche die ZUständigkeiten von Schappert beschnitten und angekündigt, die Kontrolle über das schwächelnde Spielegeschäft selbst zu übernehmen.
Zynga hatte Schappert für viel Geld vom Branchenriesen Electronic Arts abgeworben. Zynga bietet vor allem beim Online-Netzwerk Facebook populäre Spiele wie "Farmville" oder "Cityville" an. Facebook kassiert etwa 30 Prozent der Zynga-Erlöse und macht damit runt 15 Prozent seines Umsatzes. Zynga macht zu schaffen, dass immer mehr Nutzer vom PC auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets abwandern.