Das Herunterladen eines Songs koste zunächst 99 US-Cent. Eine komplette, individuell zusammengestellte CD solle 9,95 $ kosten, teilte die Firma Roxio mit, die Napster übernommen hat. Der neue Download-Dienst startete am Donnerstag als Testversion unter dem Titel Napster 2.0. Für die breite Masse der Internetnutzer werde das Angebot, das mehr als 500.000 Titel umfassen soll, innerhalb des kommenden Monats zugänglich gemacht werden, hieß es.
In den USA soll der kommerzielle Start am 29. Oktober erfolgen. Unklar ist noch, wann der Dienst auch für Europäer erreichbar ist. Roxio wollte dazu keine Angaben machen.
Mit dem neuen Angebot versucht sich das Unternehmen auf dem Markt für legale, kostenpflichtige Musikdownloads zu etablieren. Dort muss Napster in den USA gegen andere Online-Musikanbieter wie
Apples iTunes oder BuyMusic.com sowie gegen illegale Tauschbörsen wie Kazaa konkurrieren. In Deutschland sind ebenfalls diverse kommerzielle Anbieter auf dem Markt, zum Beispiel das musicload.de-Portal von
T-Online. Roxio hatte die Namensrechte für Napster für 5 Mio. $ erworben. Die ursprüngliche Tauschbörse Napster war im Jahr 2001 von einem US-Bundesgericht wegen Urheberrechtsverletzungen geschlossen worden. Zwischenzeitlich hatte der deutsche Bertelsmann-Konzern Napster Darlehen gewährt. Ziel war nach Angaben von Bertelsmann, Napster bei der Umwandlung in eine voll lizenzierte Musiktauschbörse zu unterstützen.