Deswegen könnten die neuen Domainendungen auch zur Sicherheit im Netz beitragen. Jeder darf eine Website registrieren, die auf .de und .com endet. Aber um eine der neuen Top Level Domains zu erhalten, muss eine sechstellige Summe gezahlt und ein langwieriger Bewerbungsprozess bei der Icann durchlaufen werden. So könnten etwa Banken den Besuchern ihrer Website mitteilen, dass nur eine Seite mit der Endung .jpmorgan oder .wellsfargo legitim ist. Verwirrend ähnliche Domainnamen will die Icann durch das Bewerbungsverfahren ausschließen.
In einem Factsheet weißt die Icann zudem darauf hin, dass sich nur etablierte öffentliche oder private Organisationen für die Domains bewerben dürfen. Icann-Präsident Rod Beckstrom erwartet etwa 120 Bewerbungen für eine neue Top Level Domain.
Neue Domains könnten auch nach Themen kategorisiert werden, wie etwa Industrie, Geografie oder Volkszugehörigkeit, hieß es. Außerdem sollen auch chinesische und arabische Zeichen verwendet werden können. Die Icann votierte mit 13 zu einer Stimme bei zwei Enthaltungen für die neuen Endungen.
Eine erste Bewerberrunde ist von Januar bis April 2012 geplant. Die ersten Ergebnisse sollen im November kommenden Jahres vorliegen.
Mit dpa