FTD.de » IT + Medien » Medien+Internet » Twitter dient sich Europas Werbefirmen an
Merken   Drucken   19.06.2012, 11:36 Schriftgröße: AAA

Neues Logo: Twitter dient sich Europas Werbefirmen an

Twitter hat einen neuen Vogel. Nicht nur der spielt eine Rolle auf der Reklamemesse in Cannes: Dort ist der Kurznachrichtendienst 2012 ein so heißes Thema, wie es Facebook vor zwei Jahren war.
© Bild: 2012 AFP/DOUGLAS E. CURRAN
Twitter hat einen neuen Vogel. Nicht nur der spielt eine Rolle auf der Reklamemesse in Cannes: Dort ist der Kurznachrichtendienst 2012 ein so heißes Thema, wie es Facebook vor zwei Jahren war.
von Tim Bradshaw,, London

Himmelwärts blickt er seit Neuestem, der kleine, blaue Twitter-Vogel. So begrüßt das Wappentier des Kurznachrichtendienstes in dieser Woche die Teilnehmer des Werbefestivals Cannes Lions, ein riesiges Plakat hängt über dem Palais de Festivals der südfranzösischen Hafenstadt. Aus gutem Grund: Twitter erhofft sich von der Veranstaltung einen Auftrieb für das eigene Werbegeschäft.

Cannes Lions ist das wichtigste Event der Werbebranche. Mittlerweile wird es von IT-Unternehmen beherrscht: Genauso wie sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg hier vor zwei Jahren der Marketingwelt präsentierte, wird 2012 Twitter ins Rampenlicht rücken. Twitter-Mitgründer Jack Dorsey soll in dieser Woche als "Medienmann des Jahres" ausgezeichnet werden wie zuvor bereits Zuckerberg, Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt und Microsoft-Chef Steve Ballmer. Zudem wird Twitter-Gründer Dick Costolo am Mittwoch die erste Festrede des Unternehmens im Palais de Festivals halten - 2011 gab es noch zwanglose Zusammenkünfte in einer Strandbar.

Kennen Sie Twitter?

Dass China das Internet noch strenger zensiert, liegt vor allem an Kurznachrichtendiensten. 200 Millionen Chinesen nutzen die "Weibo" gennannten Dienste - dabei ist ihr Vorbild sogar gesperrt: Twitter. Wie gut kennen Sie sich aus mit dem Riesennetzwerk?

Welcher Prominente wettete 2009, schneller auf eine Million Follower zu kommen, als der US-Nachrichtensender CNN – und gewann?

Alle Tests

Das US-Unternehmen forciert nicht nur in Cannes seine Pläne für die Expansion nach Kontinentaleuropa und Lateinamerika. Im Februar warb Twitter Shailesh Rao vom Internetkonzern Google ab, der den internationalen Vertrieb Twitters leiten soll. "An der allgemeinen Herangehensweise Twitters gefällt mir, dass wir auf Nummer sicher gehen", sagte Rao. Das Unternehmen behalte auch bei der Werbung immer die Nutzer im Blick. Rao will damit Sorgen ausräumen, Anwender könnten durch Werbenachrichten vergrault werden.

Seit der Gründung im Mai 2010 arbeiten im Londoner Twitter-Büro mittlerweile 35 Mitarbeiter, in diesem Zeitraum haben sie 140 Werbekunden gewonnen. Zusätzlich zu den Büros in Tokio und Dublin will der Dienst nun erste Angestellte in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden anheuern.

Auch Lateinamerika gilt Twitters besonderes Augenmerk, der Kurznachrichtendienst erfreut sich in der Region großer Beliebtheit. Gleichzeitig bieten sich mit der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 aus kommerzieller Sicht gute Wachstumsmöglichkeiten. Twitter plant die Eröffnung einer Niederlassung in Brasilien und will bis Ende des Jahres gemeinsam mit der Agentur IMS Anzeigenprodukte in ganz Lateinamerika an den Start bringen.

Eine weitere Chance sieht der Dienst darin, dass einige werbende Unternehmen wie General Motors mit ihren Kampagnen beim sozialen Netzwerk Facebook unzufrieden seien. "Im Gegensatz zu einem traditionellen sozialen Netzwerk, bei dem es um Familie und Freunde geht", sagte Wang, "ging es bei Twitter von Anfang an um Interessen und Informationen."

Quelle: The Financial Times

Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Video zum Thema Internetmarken
Kommentare
  •  
  • blättern
Internetmarken Info
  •  
  • blättern
Infografiken zum Thema Internetmarken
  • Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook legt nach seinem Börsengang im Mai erstmals Zahlen vor. Zuletzt ging es für den Kurs des einst gefeierten Unternehmens nur bergab. Die Facebook-Story ist gepflastert mit Prozessen und Skandalen. mehr

  •  
  • blättern
 

Kennen Sie Twitter?

Dass China das Internet noch strenger zensiert, liegt vor allem an Kurznachrichtendiensten. 200 Millionen Chinesen nutzen die "Weibo" gennannten Dienste - dabei ist ihr Vorbild sogar gesperrt: Twitter. Wie gut kennen Sie sich aus mit dem Riesennetzwerk?

Welcher Prominente wettete 2009, schneller auf eine Million Follower zu kommen, als der US-Nachrichtensender CNN – und gewann?

Alle Tests

© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler