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Merken   Drucken   22.01.2008, 19:50 Schriftgröße: AAA

Österreicher bürgen für Bundesliga

Die österreichische Raiffeisen Zentralbank steht kurz vor der Einigung mit dem Medienunternehmer Leo Kirch auf eine Bürgschaft für die Bundesligarechte. Nur einige Details sind noch nicht geklärt.
von Lutz Knappmann, Sven Clausen (Hamburg) und Christian Höller (Wien)

"Es geht nur noch um Details", sagte ein Beteiligter der FTD. Kirch vermarktet im Auftrag der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Übertragungsrechte für die Saison 2009 bis 2015. Er garantiert den Klubs Einnahmen von jeweils rund 500 Mio. Euro. Bis 31. Januar muss er für die erste Spielzeit eine Bürgschaftszusage vorlegen. In den Folgejahren muss er jeweils eine neue Bürgschaft abschließen.

Leo Kirch vermarktet die Übertragungsrechte für die Saison 2009 ...   Leo Kirch vermarktet die Übertragungsrechte für die Saison 2009 bis 2015

Ein Sprecher der österreichischen Raiffeisen Zentralbank (RZB) wollte Verhandlungen mit Kirch weder bestätigen noch dementieren. "Wegen des strengen Bankgeheimnisses dürfen wir uns zu Verhandlungen mit Einzelkunden nicht äußern", sagte ein Sprecher. Auch ein Kirch-Sprecher lehnte ein Statement ab.

Die RZB ist die drittgrößte Bank Österreichs. Auch in Deutschland ist sie sehr aktiv und arbeitet mit 23 der 30 DAX-Unternehmen zusammen. Österreichs Genossenschaftsbanken sind stark im Medienbereich engagiert. Sie halten Anteile an den führenden Tageszeitungen des Landes und im TV-Bereich. An der Techniktochter ORS des öffentlich-rechtlichen Senders ORF sind sie zu 40 Prozent beteiligt. ORS sorgt in Deutschland für die digitale Ver- und Entschlüsselung des Bezahlsenders Arena sowie diverser RTL-Angebote.

  • Aus der FTD vom 23.01.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland
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