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Merken   Drucken   16.10.2011, 09:00 Schriftgröße: AAA

Online-Communities: Eric Schmidt - Das ist erst der Beginn des Internets

Das Web übertrifft unsere kühnsten Träume. Und wir befinden uns erst am Ende des ersten Aktes einer Ära. Nun aber müssen ein paar zentrale Fragen beantwortet werden - zum Beispiel wie Privatsphäre und ein offenes Netz zusammenpassen.
© Bild: 2011 Bloomberg/Matthew Staver
Kommentar Das Web übertrifft unsere kühnsten Träume. Und wir befinden uns erst am Ende des ersten Aktes einer Ära. Nun aber müssen ein paar zentrale Fragen beantwortet werden - zum Beispiel wie Privatsphäre und ein offenes Netz zusammenpassen. von Eric Schmidt
Eric Schmidt ist Vorsitzender des Verwaltungsrats von Google und leitete den Konzern zuvor als Vorstandschef

Dies ist der Anfang des Internetzeitalters. In weniger als 30 Jahren hat sich das Internet aus dem Nichts heraus zu einer Infrastruktur mit mehr als zwei Milliarden Nutzern entwickelt. Das Netz ist auf dem Mount Everest genauso verfügbar wie am Südpol. Die Hälfte aller Erwachsenen in Europa nutzt es täglich. Das Internet ist zu einem so wichtigen Bestandteil des Lebens geworden, vier von fünf Erwachsenen weltweit betrachten den Internetzugang als fundamentales Menschenrecht.
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Heutzutage kann man sich ein Leben ohne das weltweite Netz kaum noch vorstellen. Viele von uns nehmen es als eine Selbstverständlichkeit hin. Schon deshalb lohnt es sich, in Erinnerung zu rufen, über welch unglaublich positive Kraft das Internet verfügt. Es hat die Art und Weise, wie wir auf Informationen zugreifen und diese teilen, spielerisch, aber auch fundamental verändert. Man kann seine Fotos auf Facebook zugänglich machen, seine Tweets auf Twitter und seine Gedanken in Blogs.
Der entscheidende Punkt dabei ist, dass nicht nur reiche Leute oder Eliten auf Informationen zugreifen können. Regierungen werden stärker in die Verantwortung genommen, und die Menschen erhalten durch Online-Communities mehr Macht.
Gigabit wird Internetstandard
Die Revolution in Ägypten beispielsweise verdankt ihren Erfolg zum Teil der Tatsache, dass sich die Menschen im Land über das Internet organisierten und Unterstützung von außen gewinnen konnten. Nach dem Erdbeben in Japan nutzten Millionen von Menschen das Internet, um sich nach Freunden und Bekannten zu erkundigen. Und sie spendeten online mehrere Millionen Dollar an Hilfe.
Wie ist dies alles möglich geworden? In einem Wort: Innovation. Oder noch besser: Imagination. Der irische Schriftsteller George Bernard Shaw hat einmal gesagt: "Ihr seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?" Dieses unablässige Streben nach dem Unmöglichen ist es, was den Erfolg des Internets ausmacht. Es lohnt sich, uns in Erinnerung zu rufen, wie weit wir es gebracht haben. Meinen ersten Computer bekam ich an der High School in Arlington zu Gesicht. Damals waren das große, klobige Rechenmaschinen, die wir gemeinsam nutzen mussten und wo Lochkarten zur Übermittlung von Informationen eingesetzt wurden. Diese Rechner liefen häufig nachts, damit die Telefonleitungen tagsüber frei blieben.

Teil 2: Enormer Faktor für das Sozialprodukt

  • FTD.de, 16.10.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 17.10.2011 08:24:29 Uhr   Ufo: Aufhebung von Raum & Zeit

    Ich komme aus Deutschland und arbeite seit 20 Jahren im IT-Bereich und habe so glaube ich einen ganz ordentlichen Einblick, was IT und das Internet können ...

    Unmittelbarkeit wird durch Radio und Fernsehen mindestens im selben Maße erreicht oder wollen Sie wirklich behaupten, dass eine Twitter-Meldung oder auch Facebook-Meldung - die erst durch das Aufgreifen durch das Fernsehen (z.B. in den diversen Nachrichtensendungen) zur Unterstützung des eigentlichen Fernsehberichts verwendet wird - irgendeinen bedeutungsvollen Inhalt trägt, außer der Tatsache, dass das Me-Too-Lemmingverhalten der tumben Masse befriedigt wird?
    Was sollen 4-Wort Krampfausdrücke für eine neue Qualität sein?

    Wie dem auch sei, die anderen von Ihnen aufgezählten Eigenschaften sind allesamt nicht falsch, stellen aber nur die eine Seite der Medaille dar. Die negativen Auswirkungen haben Sie aber wohl bewusst (oder etwa doch nicht?) unbenannt belassen. Wie wäre es mit vollständiger Verlust der Privatsphäre, nicht mehr kontrollierbare Überwachung, Substitution von Lernen durch einfaches Recherchieren ohne Lerneffekt, Missachtung jeglicher nationaler Gesetze - speziell im Bereich des Schutzes von Minderjährigen, Manipulation von Feedback und Bewertungen, etc.
    Vielleicht war Ihr Kommentar aber auch ironisch gemeint ...

  • 16.10.2011 18:40:11 Uhr   Christian Pregler: Flachwelt
  • 16.10.2011 16:08:34 Uhr   Erdling: @Ufo
  • 16.10.2011 11:11:39 Uhr   Ufo: Inhaltsleerer Kommentar von Hr. Schmidt
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