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Dank des Geldsegens zum Jahresende verdiente Ebay im Gesamtjahr 3,2 Mrd. Dollar, gab das kalifornische Unternehmen bekannt. Das war beinahe doppelt so viel wie 2010. Das rasante Wachstum des Online-Marktplatzes und des Bezahldienstes PayPal trugen ebenfalls zum Gewinnsprung bei. Der Umsatz legte konzernweit um 27 Prozent auf 11,7 Mrd. Dollar zu. Im vierten Quartal habe das Netto-Einkommen bei zwei Mrd. Dollar nach 559 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum gelegen. Pro Aktie erzielte EBay ein Ergebnis von 1,51 Dollar nach 42 Cent im Vorjahr. Der Umsatz schnellte um 35 Prozent auf 3,38 Mrd. Dollar nach oben. Anleger reagierten auf die Zahlen erfreut: Im nachbörslichen Handel gewann die Ebay-Aktie 2,5 Prozent.
Vor allem im Schlussquartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft drehte Ebay noch einmal auf und profitierte davon, dass immer mehr Menschen ihre Geschenke online kaufen. Meistgesuchter Begriff auf ebay.de war dabei allerdings nicht etwa "Apple iPad", sondern "Playmobil". Die Auswahl war reichlich: Auf dem deutschen Ableger des Marktplatzes haben im vergangenen Jahr 175.000 gewerbliche Verkäufe und 5,4 Millionen Privatleute ihre Waren angeboten.
Ebay hat sein Geschäft mittlerweile allerdings weit über die Auktionsplattform, mit der alles angefangen hatte, ausgeweitet. "Wir sind eine andere Ebay heute", sagte Firmenchef John Donahoe. Der Bezahldienst PayPal hat sich längst als feste Größe im Internet etabliert und versucht nun, auch im Einzelhandel vor Ort Fuß zu fassen. Der zugekaufte Dienstleister GSI unterstützt fremde Firmen etwa beim Betrieb von deren Online-Shops. "Wir wollen Einzelhändlern dabei helfen, konkurrenzfähig zu bleiben", sagte Donahoe in einer Telefonkonferenz und fügte mit einem Blick auf den großen Rivalen
Amazon hinzu: "Aber wir werden niemals mit den Händlern konkurrieren." Ebay bietet anders als Amazon selbst keine Waren an, sondern stellt nur die Verkaufsplattform zur Verfügung.