Jens Begemann
Um auch auf anderen mobilen Betriebssystemen wie Android und Hewlett-Packards WebOS landen zu können, will Wooga Web-Apps auf Basis des Webstandards HTML5 entwickeln. Die Wooga-Programmierer sind dabei, ein erstes, nicht näher beschriebenes Spiel zu entwickeln, das laut Begemann auch im Spätsommer eingeführt werden soll.
Spieleentwickler wie Wooga (kurz für "World of Online Gaming") und Zynga sind mit Facebook groß geworden. Gelegenheitsspiele, die auf Facebook und anderen Onlinenetzwerken auf dem Computer oder mobilen Geräten gespielt werden, sind ein lukrativer Zukunftsmarkt. Neben spezialisierten Start-ups wie dem gehypten Börsenaspiranten Zynga oder Wooga sind auch die Urgesteine der Videospielebranche wie Electronic Arts (EA) in diesen Markt eingestiegen.
Sie bieten die Spiele in der Regel kostenlos an, die Hersteller verdienen ihr Geld mit dem Verkauf von virtuellen Gütern. Der Erfolg von Wooga hängt genauso wie der von Zynga bislang allein von Facebook ab. Mit dem schnellen Wachstum des weltgrößten Netzwerks wurden auch die Spieleentwickler immer erfolgreicher. Zynga erlöste im vergangenen Jahr knapp 600 Mio. Dollar, der Gewinn lag bei 90,6 Mio. Dollar.
Das Unternehmen musste im Börsenprospekt eingestehen, dass die Erträge allein über Facebook eingespielt werden. Das Netzwerk ließ sich darüber hinaus einige Exklusivrechte zusichern. Zudem kassiert das Start-up von Mark Zuckerberg 30 Prozent der Umsätze mit den virtuellen Gütern.