Gerade Wikipedia hat sich hier nichts vorzuwerfen, zumal dort bei der Frage von Urheberrechtsverletzungen bspw. durch Bilder die Grenze eher zu früh als zu spät gezogen wird. Als nichtkommerzielles Angebot kann sich Wikipedia den Pathos in der Wortwahl sehr wohl leisten, und steht darüberhinaus nicht in der Pflicht irgendeine Antwort auf die von Ihnen formulierte - und im übrigen kreuzblöde - Grundfrage zu finden.
Kreuzblöd ist die Frage, weil Rechteinhaber seit Jahren versuchen, ihre schrumpfenden Pfründe durch Lobbyismus und Abmahnwahn zu sichern, obwohl ihre Verluste - inzwischen zumindest für die Musikindustrie nachweislich - nicht auf Urheberrechtsverletzung basieren. Hier wird künstlich ein Geschäftsmodell am Leben erhalten, das längst überholt ist. Und anstatt schön neoliberal den Markt wirken und die Rechteinhaber(idR ja ohnehin nicht die eigentlichen Urheber) im Zweifel untergehen zu lassen, wird hier nach mehr Regulierung gerufen. Erstaunlich.
Dass die Beschwerden von Google und Facebook nur Lobbyismus aus der anderen Richtung darstellt, stimmt zwar. Aber es ist eben ein solcher, von dem die Allgemeinheit profitiert. Und das kommt so selten vor, dass man es schon deswegen nicht allzu verwerflich finden kann.