Zeitstrahl Facebook
Die Verkaufssumme ist nicht bekannt und auch Facebook hat sich zu dem Deal noch nicht geäußert.
Ortsbezogene Angebote gelten als ein wichtiges Geschäftsmodell für die zukünftige Werbung vor allem auf mobilen Geräten: Kunden können zum Beispiel gezielt von Geschäften in ihrer Nähe angesprochen werden. Facebook hat bereits seit einiger Zeit eine eigene Check-In-Funktion, auch Konkurrenten wie Google experimentieren mit solchen Diensten. Ein ähnlicher standortbezogener Dienst wird auch von Qype aus Hamburg angeboten. Bei Qype bewertet eine Online-Community Betriebe, Orte und Dienstleistungen.
Gestartet war die Firma 2009 als sogenannter Check-In-Dienst, bei dem sich Nutzer an
einem bestimmten Ort anmelden können und für ihre Freunde auf einer Karte sichtbar sind. Gowalla konnte jedoch nicht mit Konkurrenten wie Foursquare mithalten. Inzwischen hat sich die Firma zu einer Art von Nutzern erstelltem Reiseführer entwickelt und innerhalb der letzten Jahre insgesamt 10 Mio. Dollar von verschiedenen Investoren erhalten.
Die meisten der Gowalla-Angestellten werden zusammen mit ihrem Gründer Josh Williamson zum Facebook-Hauptsitz in Palo Alto in Kalifornien umgesiedelt, so CNN weiter.
Gowalla soll bei dem Ausbau von Facebook's neuster Erfindung "Timeline" mitwirken, welche Nutzern ermöglicht, ihre Lebensgeschichte mit den wichtigsten Beiträge, Fotos und Ereignisse in einer Chronik dar zu stellen.
Trotz Kritik von Datenschützern besuchten im Oktober 72,7 Prozent der deutschen Internet-Nutzer im Alter über 15 Jahren die Seite von Facebook. Der neue Kauf und die Funktion "Timeline" ruft erneut Kritiker auf den Plan, die Facebook vorwerfen, unter anderem zu viele Informationen über die Nutzer zu sammeln und nicht transparent genug zu sein. Weltweit hat Facebook inzwischen mehr als 800 Millionen Nutzer.