Peter Kabel
Kabel soll der für besondere Kreativität bekannten Agentur JvM helfen, ihre Geistesblitze auch in Medien zu platzieren, die nicht das große Massenpublikum erreichen. Internetbanner, interaktive Fernsehspots oder Reklamepost sind seine Arbeitsbereiche.
Die Personalie kommt überaus überraschend, da Kabel einen zweifelhaften Ruf genießt. Der Sohn eines arabischen Vaters und einer deutschen Mutter galt einst als Multimediapapst. Heute wird er gern in einer Reihe mit schillernden Figuren in der Branche wie Thomas Haffa oder Paulus Neef genannt, die im Zuge der Internet-Euphorie schnell zu Ruhm und Reichtum gelangten, aber mit dem Abflauen des Booms tief stürzten.
Kabels ehemalige Firma Kabel New Media hatte zu Boom-Zeiten 1000 Mitarbeiter angeheuert - in Hamburg, Berlin, Köln, München, Wien, Stockholm und den USA. Um seine Leute bei Laune zu halten, bot der stets mit goldenem Ohrring ausgerüstete Kabel den Teams Extras wie einen Reinigungsservice, gesponserte Fitnessklub-Mitgliedschaften, Obst- und Sandwich-Versorgung, Massageservice sowie die Mitgliedschaft im unternehmenseigenen Chor.