Der TV-Entertainer Thomas Gottschalk wird doch keinen Sitz im Aufsichtsrat der Privatsendergruppe Pro Sieben Sat 1 erhalten. Seine Pläne waren im ZDF auf erhebliche Kritik gestoßen.
Nach einem Gespräch mit ZDF-Intendant Markus Schächter habe Gottschalk von diesen Plänen Abstand genommen, bestätigte ZDF-Sprecher Alexander Stock am Montag einen Bericht von "Focus Online". Gottschalk werde wie geplant dem ZDF bis 2006 verbunden bleiben.
Der US-Investor Haim Saban hatte den Moderator der ZDF-Show "Wetten, dass...?" im Falle einer Übernahme der Senderfamilie in das Aufsichtsgremium des Münchener TV-Konzerns holen wollen. In der Einladung zur Hauptversammlung von Pro Sieben Sat 1 war der 52-jährige Gottschalk bereits in der Liste der neuzuwählenden AR-Mitglieder genannt worden.
Die ZDF-Führung hatte aber wohl Probleme damit, dass Gottschalk als eines der Aushängeschilder des öffentlich-rechtlichen Senders im Aufsichtsrat der konkurrierenden Sendergruppe Verantwortung trägt. Saban und Gottschalk kennen sich seit längerem und sind im kalifornischen Malibu Nachbarn.
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