Der Medienkonzern Axel Springer hat wegen schwindender Printgeschäfte ein Gewinn- und Umsatzminus im dritten Quartal verbucht. Springer-Chef Mathias Döpfner bestätigte aber die Prognosen für das laufende Jahr. Demnach soll der Konzernerlös im einstelligen Prozentbereich zulegen. Für das operative Ergebnis wird weiterhin ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert erwartet.
Im dritten Quartal sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 4,4 Prozent auf 150,6 Mio. Euro, teilte das Berliner Verlagshaus mit. Der Umsatz des "Bild"- und "Welt"-Herausgebers ging um 0,7 Prozent auf etwa 787 Mio. Euro zurück. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 804 Mio. Euro und einem Ebitda von 154 Mio. Euro gerechnet.
Für das Gesamtjahr rechnet das im MDAX notierte Unternehmen weiterhin mit einem Anstieg der Konzernerlöse im einstelligen Prozentbereich und einem leicht höheren Ebitda als im Vorjahr. Zuwächse bei den digitalen Medien sollten leicht rückläufige Erlöse im Printgeschäft wettmachen.
Jüngster Zugang ist die belgische Immobilienseite Immoweb, an dem Springer gemeinsam mit dem US-Investor General Atlantic am Dienstag die Mehrheit übernahm. Die beiden Partner erwerben 80 Prozent der Anteile für 127,5 Mio. Euro, teilte Axel Springer am Dienstag in Berlin mit.