FTD.de » IT + Medien » Medien+Internet » Meine Begegnung mit dem Porsche-Handy

Merken   Drucken   24.10.2008, 14:55 Schriftgröße: AAA

Schöne neue Technikwelt: Meine Begegnung mit dem Porsche-Handy

Nichts für Frauen. Das neue Handy mit dem Porsche-Design-Logo soll ausschließlich Männer ansprechen. Neben der Form hat der Hersteller auch kräftig am Preis gedreht. von Andreas Albert (Hamburg)
Die Präsentation des neuen Handys im Porsche-Design geriet unaufgeregt. Nur wenige Gäste waren am Donnerstagabend dabei, als das P9522, so der offizielle Titel, im Hamburger Stilwerk vorgeführt wurde.
Stilgerecht im künstlerischen Rahmen: Neun Fotografen hatten das Handy auf Leinwand interpretiert. Die Arbeiten werden auf der Wanderausstellung "Porsche Design Mobile Phone Experiences" präsentiert. Sie wird von September bis November 2008 in Paris, Lissabon, Mailand, Hamburg, Moskau, Peking, Hongkong und Dubai zu sehen sein.
Das P9522 ist aus einem Stück Aluminium gefräst   Das P9522 ist aus einem Stück Aluminium gefräst
Das Handy selbst ist weniger spektakulär. Die auffälligste Neuerung gegenüber dem Vorgängermodell besteht in der Form. War das P9521 noch ein Klapphandy, kommt der Nachfolger als Bartype-Gerät daher. Zudem verfügt es neben der Tastatur über einen Touchscreen. Das Besondere: Das Handy ist aus einem Aluminiumblock gefräst und mit kratzfestem Mineralglas versehen. Dadurch kommt das Gerät auf sein Gewicht von 115 Gramm.
Einem wichtigen Detail ist die Herkunft des Handys anzusehen: Unter dem Display befindet sich ein Fingerabdruckscanner. Der Hersteller, der französische Sicherheits- und Industriekonzern Sagem, stellt damit sein Know-how bei biometrischen Zugangssystemen unter Beweis. Mit seinem Finger kann der Nutzer nicht nur das Telefon einschalten, er kann damit auch verschiedene Anwendungen starten oder bestimmten Rufnummern einen Finger zuordnen. Klar, welchen der Chef bekommt.
Software Marke Eigenbau
Sagem setzt in dem Handy allerdings eine Software aus eigener Entwicklung ein. Und die ist ziemlich hakelig: Einige Navigationsschritte sind nicht nachvollziehbar, zum Ausführen von Anwendungen reicht es nicht, sie einfach anzutippen, sie müssen noch über eine weitere Auswahl bestätigt werden. An Lösungen wie beispielsweise von Apple kommt die Software bei weitem nicht heran.
Überzeugen konnte allerdings die Bildqualität. Auf dem 2,8 Zoll Oled-Display werden Filme scharf dargestellt. Die Daten kommen per Wlan oder Synchronisation mit dem PC auf das Gerät. Die Ausstattung entspricht ansonsten dem allgemeinen Standard. Neben Bluetooth sind ein MP3-Player, eine 5-Megapixel-Kamera und sogar GPS installiert.
Der Fingerabdruckscanner hat mehrere Funktionen   Der Fingerabdruckscanner hat mehrere Funktionen
UMTS Fehlanzeige
Porsche Design will das Handy nicht als Smartphone positionieren. Die Firma hat als Zielgruppe junge potente Porschefahrer und alle, die es werden wollen im Visier. Daher auch der Vertrieb, der nur über Porsche-Design-Shops, Fachhandel oder das Internet läuft.
Wer allerdings in Japan oder Korea sein Design-Statement setzen will, hat Pech. Das Telefon funktioniert nicht in 3G-Netzen. UMTS und HSDPA Fehlanzeige. Immerhin kann das Quadband auch in den USA genutzt werden.
Dass die Vorstellung des neuen Geräts ein Jahr nach dem ersten Porsche-Design-Handy mit der Finanzkrise zusammenfällt, ist Zufall. Aber es gibt eine gute Nachricht für klamme Banker: Der Preis wurde von 1200 auf 600 Euro halbiert.
  • FTD.de, 24.10.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Newsletter:   Eilmeldungen IT + Medien

Geheimer Smartphone-Prototyp entdeckt? Wir flüstern es Ihnen sofort weiter.

Beispiel   |   Datenschutz
Tweets von FTD.de Tech-News

Weitere Tweets von FTD.de

  Bilderserie Neue Zentrale Im Herzen von Facebook
 



08:05:25 Aktuelle Börsewerte
Name aktuell   
Microsoft 22,836 EUR   -0,96% 
Apple 353,617 EUR   +1,16% 
Google 463,447 EUR   +2,19% 
Intel 20,154 EUR   -1,30% 
Advanced Micro Devices 6,92 USD   -2,26% 
  06.02. Fragen über Fragen Ihre Allgemeinbildung im Test (60)

Aus welchem Land stammt der erste Chemie-Nobelpreisträger? In wen verliebt sich Pygmalion in der Sage? Prüfen Sie Ihr Wissen im 60. Teil der Serie von FTD.de und wissen.de.

In welchem Bundesland war der spätere Bundeskanzler Helmut Kohl von 1969 bis 1976 Ministerpräsident?

Fragen über Fragen: Ihre Allgemeinbildung im Test (60)

Alle Tests

IT+TELEKOMMUNIKATION

mehr IT+Telekommunikation

MEDIEN+INTERNET

mehr Medien+Internet

COMPUTER+TECHNIK

mehr Computer+Technik

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote