Als erstes Land der Welt wird Schweden in der virtuellen Parallelwelt "Second Life" eine Botschaft einrichten. Pässe wird es dort noch nicht geben. Die Skandinavier nutzen das Online-Spiel vielmehr als Marketing-Plattform.
Wie die Zeitung "Aftonbladet" am Dienstag berichtete, können Besucher in einigen Wochen in der virtuellen Parallelwelt ein originalgetreues dreidimensionales Abbild der schwedischen Botschaft in Washington betreten. Nach Angaben von Olle Wästberg, dem Chef des "Swedish Institute" in der US-Hauptstadt, werden Besuchern in der ersten virtuellen Botschaft der Welt keine Pässe oder Visa ausgestellt. Den Nutzern sollen aber umfassende Informationen über das skandinavische Land vermittelt werden.
"Second Life" ist für Wirtschaft, Politik und Medien längst mehr als ein Spiel. Für Unternehmen ist die virtuelle Welt eine neue Marketingmöglichkeit, die Nachrichtenagentur Reuters hat einen eigenen Reporter ins "Second-Life"-Rennen geschickt, und der Anbieter Linden Lab macht immer höhere Umsätze mit der Plattform. Zwei Millionen Mitglieder zählte "Second Life" Ende des Jahres. Das Wachstum ist rasant: Ende Oktober waren es noch gut eine Million.
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