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01.02.2011, 19:00
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Suchmaschinen-Krimi:
Googles Microsoft-Falle
Was kann man mit einer sinnlosen Buchstabenfolge wie "mbzrxpgjys" anstellen? Google will damit bewiesen haben, dass Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing permanent schummelt.
Im Wettstreit von
Google und
Microsoft im Suchmaschinenmarkt geht es neuerdings zu wie in einem Krimi.
Google stellte in einer aufwendigen Geheimaktion eine Falle für den Rivalen auf, um zu beweisen, dass Microsofts Suchmaschine Bing auch auf Google-Treffer zurückgreift, um die eigenen Ergebnisse zu verfeinern. Nach Google-Angaben wurde Bing dabei in mehreren Fällen ertappt.
Bing soll bei Suchanfragen gleiche Treffer wie Google ausgegeben haben
Google veröffentlichte die Geschichte nicht wie sonst üblich in einem Blog-Eintrag, sondern erzählte sie exklusiv dem Blogger Danny Sullivan, der sich seit 15 Jahren mit Internet-Suchmaschinen beschäftigt. Sullivan brachte am Dienstag einen ausführlichen Bericht in seinem Weblog "Searchengineland".
Demnach fiel Google in vergangenen Oktober auf, dass es bei zwei Parametern auf einmal höhere Überschneidung zwischen den beiden Suchmaschinen gab: Die zehn Top-Treffer und das passendste Ergebnis, das an oberster Stelle steht.
Von da an habe Google Verdacht geschöpft, schrieb Sullivan unter Berufung auf Amit Singhal, der bei dem Marktführer den Suchmaschinen-Algorithmus beaufsichtigt.
Deswegen stellte Google eine Falle auf: Die Treffer für mehrere sinnlose Suchanfragen wie "mbzrxpgjys" wurden manipuliert. Das Kalkül war einfach: Gibt Bing für diese Anfragen die gleichen Treffer wie Google aus, muss Microsoft auf irgendeine Weise auf die Google- Ergebnisse zurückgegriffen haben.
Nach der Vorbereitung sollten Google-Mitarbeiter die Anfragen von zu Hause aus in Microsofts Browser Internet-Explorer stellen und das Suchergebnis auch anklicken. Dem Bericht zufolge dauerte es zwei Wochen - vom 17. bis 31. Dezember - bis Bing für "mbzrxpgjys" oder "hiybbprqag" die gleichen Ergebnisse wie Google anzeigte.
Teil 2: Wie das Abkupfern funktioniert haben soll
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dpa, 01.02.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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