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Merken   Drucken   22.03.2010, 09:59 Schriftgröße: AAA

Tablet-PC: Telekom macht Apple Inhaltegeschäft streitig

Angriff auf den US-Computerbauer: Die Telekom und andere große Telefonkonzerne wollen Apple nicht länger das Feld bei Tablet-PCs überlassen. Die Unternehmen planen technische Plattformen mit eigenen Inhalten. von Thomas Wendel  Berlin
Mit eigenen Internetplattformen soll dem erfolgreichen iTunes-Store des US-Computerbauers beim Vertrieb mobiler Inhalte und Software Paroli geboten werden. So plant die Telekom  laut Unternehmenskreisen bis Jahresende eine übergreifende technische Plattform für alle Endgeräte und sämtliche medialen Inhalte. Dazu können Zeitungsartikel aus Verlagshäusern genauso gehören wie Videoreportagen oder Audio-Interviews.
Das neue Angebot würde die in Deutschland bereits erfolgreichen Telekom-Webläden von Musicload, Videoload und Gamesload ergänzen. "Es geht darum, alle Inhalte über jedes Endgerät verfügbar zu machen", heißt es bei der Telekom. Dies gilt auch für Software für Oberklassehandys, die sogenannten Apps. Auch hier möchte die Telekom einen geräteunabhängigen Internetladen eröffnen, in dem die kleinen Programme in unterschiedlichen Versionen für alle Handymodelle heruntergeladen werden können.
Tablet-Computer So funktioniert das iPad
Der Bonner Konzern agiert dabei im Verbund mit den wichtigsten Branchengrößen. Mit Unternehmen wie Vodafone , der spanischen Telefónica  (O2), France Télécom  und China Mobile  hat sie anlässlich der Mobilfunkmesse Mobile World Congress im Februar verabredet, Entwicklung und Distribution von Handy-Apps gemeinsam und unabhängig von einzelnen Gerätemodellen und -fabrikaten voranzutreiben. Dazu wollen die Schwergewichte der Branche mit 19 weiteren Mobilfunkkonzernen einen gemeinsamen Internetladen für Apps einrichten.
Die Netzbetreiber reagieren damit auf den Erfolg des iPhones von Apple und auf Versuche anderer Handyhersteller wie Nokia  und Samsung , das mobile Inhaltegeschäft an sich zu ziehen. Als Apple  Mitte 2007 das erste Handy auf den Markt brachte, waren die Telekommunikationskonzerne noch bereit, strikte Beschränkungen etwa bei der Werbung für das iPhone zu akzeptieren, und verpflichteten sich zudem zu Subventionen.

Teil 2: Die Branchengrößen sind beim iPad vorsichtiger

  • FTD.de, 22.03.2010
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