Ein US-Gericht im kalifornischen San José hat Adam Guerbuez und die Beteiligungsgesellschaft Atlantis Blue Capital zur Zahlung einer Rekordstrafe in Höhe von 873 Mio. $ an das Online-Netzwerk Facebook verurteilt. Zur Begründung hieß es, Guerbuez habe sich unerlaubt Zugang zu der Plattform verschafft und Spam-Mails mit sexuell anstößigem Inhalt an die Nutzer versandt.
Facebook rechnet nach eigenen Angaben nicht damit, die Millionenzahlung vollständig zu erhalten. "Aber wir sammeln ein, was wir kriegen können", sagte der Sicherheitsdirektor des Konzerns, Max Kelly. Das Unternehmen erhoffe sich zudem ein Signal für potenzielle Spammer: "Wir sind zuversichtlich, dass der Urteilsspruch eine Abschreckung für alle darstellt, die Facebook und seine Nutzer missbrauchen wollen", sagte Kelly.
Die Strafe ist die höchste je verhängte, seit das US-Spam-Gesetz vor fünf Jahren verabschiedet wurde. Im Mai hatte ein US-Gericht in Los Angeles zwei Männer zur Zahlung von 230 Mio. $ verurteilt. Sie hatten mehr als 72.000 Mails an Nutzer des Online-Netzwerks Myspace verschickt.