Die Olympischen Sommerspiele in London werden die ersten ihrer Art sein, bei denen Social Media eine große Rolle spielt. Vor vier Jahren in Peking waren Plattformen wie Facebook und Twitter längst nicht so populär wie jetzt. Bereits einige Tage vor Beginn des sportlichen Großereignisses sammeln die Veranstalter erste Erfahrungen - allerdings negative.
Grund: In den Nutzungsbedingungen der offiziellen Olympia-Homepage www.london2012.com steht, dass kein Link die Veranstalter oder andere offizielle London-2012-Organisationen in einer falschen, irreführenden, abwertenden oder sonstwie anstößigen Weise darstellen darf. Mit anderen Worten: Verlinken ja, aber bitte nur wohlgesinnte Links.
Renommierte IT-Blogs reagieren bereits darauf - und machen genau das Gegenteil. "Ihr seid ein Haufen von gierigen, unmoralischen, von Konzernen bestimmten Schweinen, die London an einen Haufen transnationaler Konzerne ausverkauft und den Sportsgeist (..) betrogen haben", schreibt etwa Boing Boing und verlinkt unmittelbar danach zum offiziellen Olympia-Portal. "Wieder mal eine herrlich absurde Link-Policy", lästert Twitter-User @bugsierer.
"Ich glaube nicht, dass irgendjemand, einschließlich dieser lächerlich gierigen Olympia-Rowdys, vorschreiben kann, wie wann, wo und in welchem Kontext jemand zu ihrer Website verlinken kann", kommentiert ein User einen Artikel des IT-Blogs The Next Web. Und Cnet fragt sich, ob es abwertend, anstößig oder einfach nur informativ ist, im Zusammenhang mit der olympischen Bewegung über Korruption und Doping zu schreiben.