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02.11.2010, 06:31
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Umstrittener Online-Dienst:
Google zeigt erste Street-View-Häppchen
Datenschützer und Politiker liefen in Deutschland Sturm gegen den Straßenatlas des Internetkonzerns. Verhindern konnten sie ihn nicht. Nun gibt Google einen ersten Vorgeschmack mit deutschen Sehenswürdigkeiten.
Google hat in der Nacht zum Dienstag erste Straßenbilder aus Deutschland ins Internet gestellt. Der Technologiekonzern zeigt zunächst aber nur sechs Sehenswürdigkeiten, zehn Bundesliga-Stadien und wenige Straßenzüge einer Gemeinde im Allgäu. Auf breiter Front will Google den Street-View-Dienst mit Panoramaansichten von Straßen der 20 größten Städte Deutschlands bis Jahresende starten.
Seit Dienstag kann man in Googles "Street-View-Galerie", die die Vorzüge des Dienstes demonstrieren soll, die Berliner Siegessäule umrunden und aus einiger Entfernung am Bundeskanzleramt "vorbeifahren". Mit dabei sind unter dem Stichwort "Kleine Deutschlandreise" auch der Dresdner Theaterplatz und der Königsplatz in München. Zudem gibt es eine Panoramaansicht aus dem Park am Schloss Solitude in Stuttgart zu sehen sowie einen Blick auf die Elbe von der Hamburger Köhlbrandbrücke.
In der Gemeinde Oberstaufen im Allgäu kann der Nutzer jetzt virtuell über die Bürgermeister-Hertlein-Straße fahren. Dort lässt sich dann nach wenigen Klicks auch sehen, wie ein unkenntlich gemachtes Haus aussieht: ein verwischtes Viereck, als hätte jemand eine riesige Milchglasfensterscheibe vor das Gebäude gestellt.
Das ist ein Bild, das in den deutschen Straßenzügen von Street View häufiger auftauchen wird: Mehr als 244.000 Haushalte allein in den 20 größten Städten hatten beantragt, ihre Wohnhäuser unkenntlich zu machen. Google betont, dies seien trotz der heftigen Diskussion in den vergangenen Monate nur knapp drei Prozent der betroffenen Haushalte.
Datenschützer sprachen von bundesweit mehr als einer Million Haushalten, wenn der Anteil der Widersprüche auf das ganze Land hochgerechnet werde. Wenn auch nur ein Mieter eines Mehrfamilienhauses nicht in Street View will, wird das ganze Gebäude "verwischt" dargestellt. Die Aktion kann nicht rückgängig gemacht werden, da Google dafür die Originalbilder verändert.
Teil 2: Oberstaufen wollte ganz früh dabei sein
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dpa, 02.11.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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