Die Umsetzung des Kinohits Matrix soll bei Infogrames den Umsatz steigen lassen.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2002 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang auf 108,9 Mio. Euro von 139,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Inforgrames am Mittwoch mit. Auf der Basis von neun Monaten stieg das Ergebnis indes um 8,5 Prozent auf 531 Mio. Euro. Die US-Tochter des französichen Unternehmens erwirtschaftete davon 333,3 Mio. Euro.
"Das dritte Quartal ist gewöhnlich eher schwach für uns, diesmal haben sich zusätzlich noch einige Titel verspätet, die eigentlich hätten fertig sein sollen", sagte Infogrames-Chef Bruno Bonnell. Zudem erhole sich der europäische Markt deutlich langsamer als erwartet. Dennoch habe Infogrames den Nettoverlust von 47,1 Mio. Euro auf 11,3 Mio. Euro reduzieren können.
Für das kommende Geschäftsjahr hat Infogrames seine Prognose angehoben. Das Unternehmen setzt dabei auf die kürzlich erworbene Lizenz zur Umsetzung des Kinofilms Matrix als Computerspiel. Der Titel soll zusammen mit dem zweiten Teil des Matrix-Films auf den Markt kommen. "Daneben ist dieser Titel unsere Eintrittskarte in die asiatischen Märkte wie Korea und Japan", sagte Bonnell. Einen positiven Effekt verspricht sich das Unternehmen auch von der kürzlichen Markteinführung der X-Box und des Nintendo Gamecube in Europa. Die bisher verkauften Spiele für beide Konsolen sind nicht mehr in das dritte Quartal eingeflossen.
Infogrames besteht aus der französischen Mutter Inforgrames Entertainment und der US-Tochter Infogrames mit Sitz in New York. Anfang vergangenen Jahres kaufte das Unternehmen den Spielverlag Hasbro Interaktive. Zu den bekanntesten Computerspielen von Infogrames zählen der Online-Shooter Unreal Tournament und die Auto-Simulationen Test Drive sowie Nascar Racing.