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Google
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Springer-Chef
Mathias Döpfner hatte zuletzt davor gewarnt, die Forderungen als "Anti-Google-Kampagne" misszuverstehen. Mittlerweile ist die weltgrößte Onlinesuchmaschine aber ins Zentrum des Kreuzfeuers gerückt.
Google Deutschland schweigt auf Nachfrage zu den Vorwürfen. David Drummond, Vizepräsident des Internetkonzerns, zeigte sich in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Monde" allerdings genervt. "Für Google ist es frustrierend, ständig für die schwierige Situation der Zeitungen verantwortlich gemacht zu werden", sagte Drummond. Die Suchmaschine leite Nutzer von ihrem Nachrichtenangebot auf die verlinkten Websites der Medienhäuser, die damit Seitenzugriffe im Wert von 6 Mrd. $ (4,3 Mrd. Euro) im Jahr generierten, rechnete Drummond vor. Googles Konzernumsatz betrage im Vergleich lediglich 4,5 Mrd. $.
Angesichts wegbrechender Werbeeinnahmen suchen die Verlage neue Erlösmodelle - und sehen sich durch die Vermarktung ihrer Inhalte durch Dritte benachteiligt. Würtenberger schlug daher eine Gebühr auf Computer vor - was der Idee einer "Kulturflatrate" ähnelt, die etwa auf die Gebühren für Internetanschlüsse aufgeschlagen werden könnte. Zudem erwägen die Verlage den Aufbau einer Verwertungsgesellschaft, die Abgaben für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte eintreibt.