Arianna Huffington glaubt fest daran, dass ihr Mix aus Blogs und Nachrichten auch außerhalb der USA funktioniert
Auch die Profitabilität dürfte unter den kräftigen Investitionen in den Aufbau der Huffington-Post-Redaktion gelitten haben. Allein im vergangenen Jahr wurden 200 neue Mitarbeiter eingestellt, die US-Mannschaft damit verdoppelt. Mit der Übernahme durch AOL ist die Gründerin zur Chefredakteurin des Konzerns aufgestiegen. AOL könnte dank Huffington Post die Rückkehr nach Deutschland gelingen. Der schwächelnde Internetpionier hatte sich hier 2007 zurückgezogen.
In den nicht englischsprachigen Ländern sucht Huffington nach Partnern. Für den Erfolg sei eine Verwurzelung mit der jeweiligen Kultur unabdingbar, das gelinge schneller und effektiver, wenn man kooperiere, sagte sie. In Frankreich konnte die Tageszeitung "Le Monde" gewonnen werden. In Spanien und Italien will Huffington im März gemeinsam mit "El País" und "La Repubblica" starten.
In Deutschland gebe es mehrere Verlage, die um eine Partnerschaft mit der Plattform buhlten, so Huffington. Branchendiensten zufolge soll Spiegel Online eine Zusammenarbeit abgelehnt haben. Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner ist ein Kritiker der Verwendung fremder Inhalte, die zum Konzept der Huffington Post gehört. Kandidat könnte der Münchner Konzern Hubert Burda Media sein, der Huffington auf seinem Internetkongress DLD einen Preis für ihre unternehmerischen Leistungen verlieh.