Innovation durch Leuchtdioden"Nicht zuletzt deshalb konnten die Hersteller immer größere Schirme entwickeln", sagt Thomas Geelhaar, Forschungsdirektor von Merck in Darmstadt, dem weltweit führenden Hersteller von Flüssigkristallen. "Außerdem werden die neuen Flüssigkristalle mit den größeren Blickwinkeln künftig auch in Notebooks und Mobiltelefonen eingesetzt."
Es deuten sich noch weitere Innovationen an. So brauchen LC-Displays eine Hintergrundbeleuchtung. Das sind die Lampen, deren Licht die Flüssigkristalle entweder durchlassen oder abschatten. Bislang versehen Fluoreszenzlampen diesen Dienst, simpel gesagt kurze, schlanke Neonröhren. Diese möchte die Industrie auf lange Sicht durch viele kleine Leuchtdioden (LEDs) ersetzen. Der Grund: "LEDs können den Bildschirm gleichmäßiger ausleuchten als Röhren", sagt Geelhaar. Ein weiterer Punkt: Bislang leuchten die Hintergrundlampen immer gleich hell. Würden sie sich - etwa bei einer dunklen Spielfilmsequenz - automatisch herunterregeln, ließe sich ein satteres Schwarz und damit ein höherer Bildkontrast erreichen.
Noch sind diese Techniken für den TV-Markt zu teuer. Doch selbst ohne sie dürften sich die Flüssigkristalle durchsetzen, meint Thomas Geelhaar: "Für Bildschirmdiagonalen bis 1,20 Meter werden die LCDs zur führenden Technologie werden."