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  04.11.2009, 14:44    

Zukunft der Zeitung: Bezahlen Sie für diesen Inhalt?

Doch wer bezahlt die Inhalte, also die Journalisten? Hierfür haben sich Verleger schon vor Hunderten von Jahren eine zweite Einnahmequelle ausgedacht: Anzeigen. So gut wie kein Blatt der Welt verzichtet darauf. Bislang fiel die Tatsache, dass gar nicht die Leser die Journalisten bezahlen, nicht weiter auf. Es war auch nicht wichtig, das einzeln aufzudröseln. Denn alle Einnahmen kamen in der guten alten Zeit in einen Pott. Druckereierlöse, Vertriebserlöse, Anzeigenerlöse. Am Ende wurde zusammengezählt. Heraus kaum oft eine schöne schwarze Zahl. Und das war kein Wunder. Denn die Verlage hatten nicht nur ein begehrtes Produkt anzubieten. Sie hatten auch einen starken Zugriff auf die Margen eines bedeutenden Teils des Produktionsprozesses.
Unternehmen: Innovationstag - Innovationen in den Medien (00:03:11)
Unternehmen: Innovationstag - Innovationen in den Medien (00:03:11)
Nun kann man darüber streiten, aus welchem Teil der Erlöse tatsächlich die Journalisten bezahlt werden. Fakt ist aber: Das, was der Leser bezahlt, reicht längst nicht, um den Inhalt zu generieren. Das Experiment, das Printprodukt dafür ausreichend hoch zu bepreisen und auf Anzeigen zu verzichten, wagt aus gutem Grund so gut wie niemand. Denn der Leser ist nicht bereit, neben den Distributionskosten auch noch den Inhalt zu finanzieren. Aber genau dieser Denkfehler führt zur Diskussion über Paid Content.
Mehr Kontrolle heißt mehr Marge
Was folgt daraus? Zunächst sollten Journalisten, die für Print arbeiten und glauben, der Leser bezahle sie und deshalb sei ihr Inhalt wertvoller als der der Onlinekollegen, in sich gehen. Aber das ist nur ein Randaspekt, nicht die wirklich wichtige Konsequenz.
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Sie lautet: Verleger sollten nicht alle paar Jahre die Bezahlinhalte-Sau durchs Dorf treiben. Sonst wird die Diskussion immer wieder da enden, wo sie es schon 2001 und 2004 tat: im Nichts. Viel wichtiger ist, darüber nachzudenken, wie es Verlagen gelingen kann, wieder Kontrolle über größere Teile der Distributionskette zu bekommen. Wenn Zeitungs- und Zeitschriftenhäuser Druckereien und Vertriebe besitzen, warum überlassen sie es dann Amazon , Sony  oder Apple , mobile Lesegeräte auf den Markt zu bringen? Hier etwa wäre eine große Chance, wieder Marge zu machen. Und für solch eine Initiative müsste man nicht auf Rupert Murdoch  warten.
18:12:27 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
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Amazon 118,6692 USD   +1,57%  1.8392
Apple 196,54 USD   +1,25%  2.42
Sony 24,635 EUR   +0,41%  0.1
  • Aus der FTD vom 05.11.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland
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18:11:13 Börsenkasten
Name aktuell   
Microsoft 28,08 USD   +1,30% 
Apple 196,75 USD   +1,35% 
Google 540,2 USD   +1,26% 
Intel 19,74 USD   +2,02% 
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