Doch die Zeitschriftenhäuser, die das existenziell betrifft, wirken beunruhigend unvorbereitet. Wer sich in der Verlagsszene umhört, stößt stets auf denselben Satz: "Wir beobachten die Entwicklung sehr genau." Fast erstaunlich, dass nicht auch noch die Frage folgt: "Ob wir darauf reagieren müssen?"
Es geht nicht um "müssen". Elektronische Lesegeräte eröffnen den Verlagen die Chance, neue Angebote und sogar einen neuen Markt mitzugestalten - und den Durchbruch für Bezahlmodelle im Internet zu erzielen.
Wo ist die Euphorie, etwas wirklich Neues ausprobieren zu dürfen? Und wo der Mut?
Bei der Entwicklung von Inhalten für Tablet-Lesegeräte können die Verlage ihr kreatives Potenzial ausschöpfen. Sie müssen es auch, denn um Leser zum Kauf von E-Magazinen zu animieren, wird es nicht reichen, den ohnehin vorhandenen Print-Content mit ein paar Mausklicks in eine Digitaldatei zu pressen. Die Verlage haben die Chance, eine völlig neue Mediengattung zu schaffen.