Die Bilanzen der enable2start-Gründer:Affiliprint- das Quartal von April bis Juni 2011
Der Umsatz hat sich mehr als verdreifacht und ist jetzt sechsstellig. 23 Kampagnen hat der Gutschein-Verteiler mittlerweile durchgeführt, zwölf Kunden haben bereits Geld überwiesen. von Thomas Clark
Mehrere Millionen Gutscheine hat Affiliprint im abgelaufenen Quartal für seine Kunden verteilen lassen. Mehrere Tausend davon sind eingelöst worden. Das können die Gründer über den speziellen Affiliprint-Code nachverfolgen, den die Kunden beim Kauf im Internet angeben müssen. Die Provisionen, die das Startup dafür bekommt, überstiegen diesmal die 100.000-Euro-Marke.
Einnahmen:
April 19.929 Euro
Mai 41.771 Euro
Juni 40.403 Euro
Gesamt 102.104 Euro
Größter zahlender Kunde war der Online-Discounter Brille 24. Zahlreiche andere E-Commerce-Händler folgen, darunter Zalando. Auch diverse Web-Dienstleistungen wurden von Affiliprint beworben, darunter auch die Partnervermittlung elitepartner.de. Auch der ehemalige enable2start-Sieger 1-2-3 Skins wurde mittels Gutscheinen von Affiliprint beworben - und brachte Provisionen von knapp 7000 Euro.
Ausgaben:
April 37.113 Euro
Mai 52.355 Euro
Juni 52.355 Euro
Gesamt 141.823 Euro
Das Affiliprint-Team ist im vergangenen Quartal von 4 auf 14 Mitarbeiter gewachsen
Auf der Ausgabenseite waren die Personalkosten mit rund 45.000 Euro der größte Posten. Vom 31. März zum 30. Juni ist die Zahl der Mitarbeiter von vier auf 14 gestiegen, darunter zwei Azubis. Die beiden Gründer zahlen sich das selbe Gehalt wie in den vergangenen Monaten aus: 4000 Euro brutto für Burkert, 6.250 Euro für Schmökel, der älter ist und mehr Berufserfahrung hat.
Fünf Mitarbeiter arbeiten mit Schmökel im Berliner Büro und kümmern sich um die Gewinnung neuer Kunden. Für das Berliner Büro fallen Kosten in Höhe von 745 Euro an. Die anderen Mitarbeiter sitzen mit Burkert am Stammsitz in Oldenburg. Dort liegt die Miete bei etwas über 1500 Euro, für mehr als 150 Quadratmeter und drei Parkplätze.
Die Gründer Söhnke Burkert und Ulf Schmökel haben beim Gründercampus Niedersachsen Geld gewonnen
Für den Druck der Gutscheine zahlte Affiliprint im abgelaufenen Quartal knapp über 10.000 Euro. An Gebühren für die Publisher, also die Unternehmen, die Gutscheine verteilen, fielen rund 2500 Euro an. Weitere 18.100 Euro muss Affiliprint noch an Publishern zahlen, die noch keine Rechnungen gestellt haben. Die Summe wurde deshalb im vergangenen Quartal nicht berücksichtigt.
Beim Gründercampus Niedersachsen gewannen Burkert und Schmöker 18.000 Euro. Zwei Investoren der Firma zahlten je 15.000 Euro ein. Das ist der Grund, warum das Startup trotz eines operativen Verlustes von knapp 40.000 Euro seinen Kapitalstand nicht verringert, sondern um 10.000 Euro erhöht hat - auf 37.601 Euro. Die Schulden lagen zum 30. Juni 2011 bei 95.000 Euro.
4.000 und 6.250 EUR Bruttogehalt sind natürlich schon sehr ordentlich für ein Startup, das Verluste schreibt. Immerhin sind das schon 25% der Personalkosten. Aber die Investoren zahlen´s ja :)
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