Nikolaus Starzacher (l.) und Ralf Esser lassen erst ihre Webseite überarbeiten, bevor sie bei Kunden Gebühren eintreiben
Eigentlich wollten die Gründer bis Ende des Jahres 600 Testgeräte installieren. Esser hatte Anfang des Jahres 500 Geräte und die zugehörigen Komponenten bestellt, für die er im Sommer eine Rechnung über 12.000 Euro begleichen musste. Für diverse Komponenten - Elektronik, Funkmodule, Leitsysteme - fielen zusammen weitere 20.000 Euro an. Nun liegen im Keller des Aachener Büros Geräte und Komponenten im Wert von 70.000 bis 80.000 Euro.
Die Personalausgaben sind dafür weiterhin niedrig. Starzacher und Esser verzichteten auch in diesem Quartal auf ihre Gehälter. Esser wird von einer 400-Euro-Kraft im Büro unterstützt. In Starzachers Büro in Heidelberg arbeiten häufig freie Entwickler.
Für das Heidelberger Büro fallen Mietkosten von knapp 1400 Euro monatlich an, für Essers Büro in Aachen 790 Euro. In Summe sind das rund 6500 Euro an Nettokaltmiete für das Quartal.
Der Quartalsverlust betrug knapp 130.000 Euro. Das sind etwa 30 Prozent mehr als im vorhergehenden Quartal. Dadurch ist die Kapitaldecke von Discovergy beträchtlich geschmolzen. Lagen Ende Juni noch über 150.000 Euro auf dem Geschäftskonto, waren es am 30. September 2011 nur noch 22.034 Euro.
Der Schuldenstand von Discovergy ist hingegen gleich geblieben. Er liegt bei 302.000 Euro. Dieses Geld schuldet das Unternehmen privaten Investoren.