Die Bilanzen der enable2start-Gründer:Teamsunited - das Quartal von April bis Juni 2011
Keine Einnahmen, geringe Ausgaben - die Eckdaten gleichen dem vorherigen Quartal. Mit einem großen Unterschied: Diesmal konnten Robin Harries und seine Mitstreiter am Quartalsende einen neuen Investoren gewinnen - und sich damit einen Kapitalzuschuss in sechsstelliger Höhe sichern. von Thomas Clark
Wie in den Vormonaten war Robin Harries auch im vergangenen Quartal in der gesamten Republik unterwegs, um Gespräche mit potenziellen Investoren zu führen. Hinzu kommen regelmäßige Bahnfahrten von seinem Stammbüro in Hamburg zum Büro seines Mitgründers Kim Stahn in Berlin. Für all die Zugfahrten hat Harries sich eine Bahncard 100 für 3800 Euro gekauft. Insgesamt gab Teamsunited im vergangenen Quartal 4400 Euro für Reisen aus.
Einnahmen:
April 0 Euro
Mai 0 Euro
Juni 0 Euro
Gesamt 0 Euro
Ausgaben:
April 24.035 Euro
Mai 1.689 Euro
Juni 6.065 Euro
Gesamt 31.789 Euro
Die Teamsunited-Gründer Robin Harries (l.) und Kim Stahn haben Geld von einem Investor bekommen
Währenddessen entwickelten Stahn und Entwicklungschef Marco Lehmann das Portal weiter. Sie bekamen dabei regelmäßig Unterstützung von den Programmierern der Agentur Exocet Games, bei der Teamsunited untergebracht ist und die auch Anteile an dem Startup hält. Für diese Unterstützung war im abgelaufenen Quartal eine Rechnung über 14.500 Euro fällig. Ein Freundschaftspreis, betont Harries. Trotzdem war das mit Abstand die größte Ausgabe des Quartals.
Im April überwiesen sich die Gründer und der Entwicklungschef erstmals kleine Honorare für ihre eigene Arbeit. Jeder bekam 3000 Euro, insgesamt also 9000 Euro. Dabei blieb es allerdings. Im Mai und Juni folgten keine weiteren Zahlungen. Sämtliche sonstigen Ausgabeposten waren minimal: 743 Euro für Handyrechnungen, 518 Euro Serverkosten und 884 Euro für den Steuerberater.
Mangels Einkünften schmolz die Kapitaldecke beträchtlich - am 30. Juni verfügte Teamsunited nur noch über 376 Euro an liquiden Mitteln. Das Geschäftskonto ist nur nicht ins Minus gerutscht, weil ein neuer Gesellschafter die Stammeinlage der GmbH auf fast 5000 Euro erhöht hat. Als neuer Teilhaber wurde die Beteiligungsgesellschaft Monkfish ins Handelsregister eingetragen. Deren großes Investment in Teamsunited steht allerdings noch aus: Es ist ein sechsstelliger Betrag, der in diese Quartalsbilanz noch nicht einfließt, weil er erst Anfang Juli auf dem Konto einging.
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